Dass da immer wieder der amerikanische Präsident mit seiner Meinung für Aufsehen sorgt, ist ja nichts Neues. Jetzt will er doch allen Ernstes den abgewählten Präsidenten Ungarns als UNO-Generalsekretär installieren. Da man aber diesen ehemaligen Präsidenten Orbán schon kennt, wie er etwa die Macht in seinem Land an sich ziehen wollte, könnte man meinen, dass er nicht gerade die Voraussetzung für ein solches Amt besitzt. Man konnte auch beobachten, wie sehr er versucht hatte, die Demokratie in eine Autokratie zu manövrieren. Und jetzt soll er diesen Posten bei der UNO ausüben, die ja zutiefst demokratische Beschlüsse und Entscheidungen trifft. Was Orbáns Fürsprecher Trump anbelangt, so hat man doch auch noch die Aussagen im Ohr, wo er meinte, dass ebendiese Organisation UNO noch kaum etwas zustande bringt und er daher auch die Mittel Amerikas für diese Organisation reduzieren oder gar einstellen will. Aber es ist bei ihm immer wieder so, dass er oft seine Meinung ändert und man ihm kaum bei seinen Ansichten auch folgen kann. Nur macht er wahrscheinlich sehr viele Fehler, wenn er immer wieder mit nicht nachvollziehbaren Aussagen die Welt vor den Kopf stößt. Dass es aber in seinem eigenen Land immer mehr Probleme gibt, dürfte ihn da kaum berühren; wenn man an seine Ausländerpolitik oder die steigende Inflation in den USA denkt, so wird ihm das der Wähler in einigen Tagen sicher zur Last legen. Womit dann etwa bei einer Niederlage zu rechnen ist: dass sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus in demokratische Hände gelangen, und so werden dann sicher seine Statements noch ärger und aggressiver ausfallen als jetzt. Solche Aussagen befeuern nur die Spaltung der amerikanischen Bevölkerung – mit ungewissem Ziel.
Eduard Wagner, Wien
Erschienen am So, 1.11.2026
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