Nach den bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen in französischen Großstädten halten in aktuellen Umfragen mehr als 70 Prozent der Befragten auch bei uns Ausschreitungen für möglich. Was ursprünglich als Schülerprotest begann, schaukelte sich zu Krawallen mit Plünderungen und Zerstörungen auf, welche die Polizei überforderten. Linksextreme Fanatiker, gewalttätige Radikale und hoffnungslose, noch gar nicht volljährige Burschen mit Migrationshintergrund kaperten friedliche Proteste. Bei den Gewalttaten in Frankreich geht es längst nicht mehr um politischen Protest, sondern um gezielte Angriffe auf die freie Gesellschaft. Wer Straßen in Schlachtfelder verwandelt, Polizisten verletzt und Rathäuser anzündet, demonstriert nicht für mehr oder bessere Bildung, sondern kämpft gegen Demokratie und Freiheit. Wenn die deutsche Chefin der Linken, Ines Schwerdtner, sich anerkennend dazu äußert und Frankreich als Beispiel für wirksamen Widerstand bezeichnet, kann man nur fragen, ob die Dame noch bei Trost ist. Auch in Italien und Albanien kam es zu schweren Ausschreitungen. In Mailand warfen Demonstranten Steine und plünderten Geschäfte. Die Bereitschaftspolizei musste Tränengas und Wasserwerfer einsetzen, nachdem Hunderte Vermummte Schaufenster eingeworfen und Mülltonnen angezündet hatten. In Albanien kommt es derzeit in der Hauptstadt Tirana und anderen Städten zu massiven, teils gewaltsamen Anti-Regierungs- und Studentenprotesten. Was im Sommer mit den sogenannten „Flamingo-Protesten“ gegen ein geplantes Milliarden-Luxusresort auf der Insel Sazan (unter Beteiligung von Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und Trump-Tochter Ivanka Trump) wegen Korruptions- und Umweltvorwürfen begann, hat sich zu einer breiten Jugend- und Antiregierungsbewegung ausgeweitet. Zudem streiken und demonstrieren vor allem Studierende und Schüler wegen hoher Studiengebühren, schlechter Bedingungen und Perspektivlosigkeit. Die stets größer werdende Schere zwischen Arm und Reich und die Folgen der Migration werden immer sichtbarer. Höchste Zeit, dass Regierungen den Ernst der Lage begreifen und den bedrohlichen Entwicklungen rasch gegensteuern. Demokratien stehen unter Druck! Die Ausschreitungen in Frankreich, Italien und Albanien sollten eine Warnung sein!
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Mi, 21.10.2026
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