Niemand kam 1976 auf die Schnapsidee, die Gurtpflicht nur für eine gewisse Altersgruppe einzuführen. Bei den E-Scooter-Vorgaben hingegen wird diesbezüglich ein unerträglicher Eiertanz aufgeführt. Das Explodieren der Verletzungszahlen wäre doch Anlass genug, wirksam einzugreifen. Im Jahr 2025 mussten rund 10.200 Menschen nach E-Scooter-Unfällen in heimischen Krankenhäusern behandelt werden. Das waren um 2700 Verletzte mehr als im Jahr davor. Unbestrittene Tatsache: Eine generelle Helmpflicht würde jährlich rund 1000 Schädel-Hirn-Verletzungen verhindern. Dem zögerlichen Verkehrsminister Peter Hanke erlaube ich mir ins Stammbuch zu schreiben: „Sie, werter Herr Minister, haben die einmalige Gelegenheit, in Sachen Vorsorge Geschichte zu schreiben. Jedes nicht stattgefundene Schädel-Hirn-Trauma wäre dann Ihrer Erfolgsliste zuzurechnen. Greifen Sie einer Entwicklung vor, welche kommen wird wie das Amen im Gebet. In ein paar Jahren ist der Helm am Kopf jedes E-Scooter-Benützers genauso selbstverständlich wie jetzt der Sicherheitsgurt im Pkw.“
Dr. Wolfgang Geppert, Wien
Erschienen am Mo, 10.8.2026
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