Es ist längst kein Gerücht mehr, sondern bittere Realität, dass ausgerechnet jene Politiker, die das Hohelied auf Multikulti und Vielfalt singen, für ihren eigenen Nachwuchs den „eleganten Ausweg“ der Privatschule wählen. Man steht mittlerweile sogar ungeniert offen dazu. Während man sich für die eigenen Kinder eine behütete Bildungsoase kauft, scheint das Schicksal des Großteils der österreichischen Schulkinder den Verantwortlichen völlig gleichgültig zu sein. Nach dem Motto: „Hauptsache, meine Schäfchen sind im Trockenen“. Das ist ein fataler und zutiefst egoistischer Weg. Wenn von Chancengerechtigkeit gesprochen wird, klingt das in den Ohren vieler Eltern mittlerweile wie blanker Hohn. Durch eine Politik der falschen Toleranz verlieren die eigenen Kinder zunehmend genau diese Chancen, die man anderen vermeintlich sichern will. Wir brauchen eine radikale Kehrtwende. Das öffentliche Schulwesen gehört komplett reformiert, eine echte Qualitätsoffensive ist längst überfällig! Der private Ausweg darf für die Elite nicht die Lösung sein, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Doch jetzt im Nachhinein die gesamte Schuld allein auf Bildungsminister Wiederkehr abzuwälzen, greift allerdings zu kurz. Diese verfahrene Situation ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Tiefschlafs vergangener Regierungen. Wir stehen heute in einer bildungspolitischen Sackgasse, aus der uns wohl nur noch ein Magier herauszaubern könnte. Doch die Hoffnung darauf ist leider längst gestorben.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Do, 18.6.2026
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Weitere Leserbriefe
18.6.2026keyboard_arrow_downDatum auswählen
Für den aktuellen Tag gibt es leider keine weiteren Leserbriefe.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.