Das Entsetzen einiger Damen im Parlament nach dem Kickl-Sager über die angeblich „gute, alte Zeit“, in der Lehrer bei Schülern noch „nachgeholfen“ haben, war vermutlich bis hinaus zur Bellaria zu hören. Verstehen Sie mich nicht falsch: Auch ich finde diesen Ausspruch wahrlich nicht in Ordnung. Gewalt darf nie verharmlost werden. Doch es würde vermutlich etliche Bürger freuen, wenn die genannten Kritikerinnen genauso lautstark über die heutige Gewalt an unseren Schulen „kreischen“ würden. Wo bleibt der Aufschrei, wenn sich Lehrkräfte im Alltag vor den eigenen Schülern fürchten müssen oder sogar tätlich angegriffen werden? Wo ist der Protest, wenn ein Vater in die Schule zitiert wird und einer Pädagogin den Handschlag verweigert, weil er aus ideologischen oder religiösen Gründen nur mit einer männlichen Lehrperson zu sprechen gedenkt? Wenn es um diese realen, gegenwärtigen Missstände sowie die psychische und physische Gewalt gegen Lehrpersonal geht, herrscht im Parlament oft nur „ohrenbetäubendes“ Schweigen. Es wird mit zweierlei Maß gemessen: Empörung über die Vergangenheit, aber Wegsehen bei Gegenwarts-Problemen.
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Sa, 23.5.2026
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