Ich bin ausschließlich eine überzeugte Öffi-Fahrerin. Und ja, es soll kein Kavaliersdelikt sein, wenn öffentliche Verkehrsmittel mutwillig blockiert werden. Jedoch finde ich es auch nicht richtig, dass wieder mal Autofahrer(innen) verstärkt zur Kassa gebeten werden. Seit 15. September 2023 zahlen Öffi-Blockierer 365 Euro – egal, ob absichtlich oder unabsichtlich. ABER: Wo sollen sie denn hin in den viel zu beengten Straßen mit Bim & Co.? Würde die Stadt Wien und die Wiener Linien nicht auf Biegen und Brechen Straßenbahnen in viel zu enge Straßen quetschen, gäbe es das Problem nicht. Sinnvoll wäre es zumindest, ab sofort das „Blockier-Dilemma“ bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen. Also bitte auch bei der in Planung befindlichen Straßenbahnlinie 12 (geplante Strecke: Josefstädter Straße bis Hillerstraße über die Vorgartenstraße). Dann wären alle Beteiligten weit weniger genervt. Man könnte auch bestimmt andere, unter Umständen weit dankbarere Mobilitätskonzepte in Erwägung ziehen https://www.strassenbahnlinie-12-nicht-um-jeden-preis.at/mobilitatskonzepte. Es gäbe keine Verspätungen. Keine unnötigen Wartezeiten. Keine Abschleppdiensteinsätze. Keine überhöhten Geldstrafen. Keine zusätzlichen Kosten fürs Gesundheitssystem. Keine Polizeieinsätze (die bestimmt Wichtigeres zu tun haben). Es wäre eine fast perfekte Welt.
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