Bis zum Überdruss hörten wir es, wurde Sebastian Kurz nicht müde, uns zu erklären, dass er sich freue, endlich vor einem unabhängigen Richter alles aufklären zu können. Dann werde sich alles, was ihm die Staatsanwälte der WKStA vorwerfen, in Luft auflösen. Wenn Kurz damit recht hätte, dass die WKStA nur darauf aus gewesen sei, ihm etwas am Zeug flicken zu wollen, dann müsste man sogar Mitleid mit ihm haben. Doch schon am 2. Verhandlungstag schwächte Kurz ab, was für ihn lange Zeit in Stein gemeißelt schien. Da hieß es auf einmal, dass er sich ungenau ausgedrückt habe, dass er in Zeiten von Corona anderes im Kopf gehabt habe, usw. Eine Erklärung, die mehr an einen Hendldieb erinnert als an einen Mann, der sich einmal österreichischer Bundeskanzler nennen durfte und von sich in dieser Funktion behauptete, immer alles im Griff gehabt zu haben.
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