Momentan herrscht wieder großes Wehklagen, wie überproportional die Zuschüsse zu den Pensionen den Staatshaushalt belasten. Hat man darauf gehofft, dass die Babyboomer bei Pensionsantritt das Zeitliche segnen? Diese Menschen sowie auch der Großteil der sich bereits in Pension befindlichen Menschen, hat sein Leben lang, oft schon vom 15 Lebensjahr an, gearbeitet, Studieren war etwas für Priviligierte. Der Begriff „Work-Life-Balance“ war dieser Generation unbekannt, sehr wohl aber oft 50-Stunden-Wochen die Regel. Meiner Meinung nach sollte das Pensionsantrittsalter nicht entscheidend sein, sondern die erworbenen Versicherungsjahre! FacharbeiterInnen würden bei Anhebung des Pensionsalters auf 67 Jahre dann 52 Jahre lang eingezahlt haben, körperlich ausgebrannt sein und sehr wahrscheinlich nicht gesund in Pension gegen können. Dem gegenüber stehen dann Menschen, die nach Studienabschluss mit durchschnittlich 37 bis 40 Beitragsjahren den Ruhestand antreten, sofern sie überhaupt nach dem Gratisstudium nicht ins Ausland gehen und als Beitragszahler gar nicht zur Verfügung stehen. Warum sehen sich die Entscheidungsträger nicht das Schweizer Pensionssystem näher an, dort wird nicht nur auf eine Säule gesetzt.
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