Das freie Wort

Aus für Scharfmacherei

Endlich eine kräftige Stimme gegen die Schutzhundeausbildung durch Privatpersonen. Bis jetzt wurden ja Kritiker der Szene gern per se als ahnungslos belächelt. Ist ja kein Scharfmachen, sondern bloß Sport und Spiel. Doch es darf kein Hund auch nur „im Spiel“ auf einen Schutzärmel (oder Ähnliches) gehetzt werden, den ein Mensch trägt! Veränderungen im Sozialverhalten sind vorprogrammiert. Die Hetzarbeit braucht niemand außer Hundehaltern, die diesen Adrenalinkick für ihr Ego benötigen. Hunde brauchen keine Schutzarbeit, es stehen jede Menge intelligentere Auslastungsmodelle zur Verfügung, die dem Sozialverhalten keinen Abbruch tun. Auch das oft missbrauchte Argument, Rettungshunde würden Menschen bei der Vermisstensuche ebenso verbellen, ist insofern haltlos, da diese in ihrer Ausbildung lernen, Distanz zum Opfer zu halten, um dieses nicht weiter zu ängstigen. Danke der „Kronen Zeitung“ und Maggie Entenfellner für diesen wegweisenden Schritt im Kampf gegen Scharfmacherei!

Andrea Specht, Verhaltensberaterin und Präsidentin des Tierschutzverbandes NÖ

Erschienen am Do, 12.10.2023

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