Das freie Wort

Krieg ist niemals gut

Ein Blick nach Israel sollte den Waffenunterstützern die Augen öffnen. Anhand von verschiedenen Beiträgen im Fernsehen kann sich der qualifizierte Befürworter von Waffen für die Ukraine ein Bild vom Ausmaß und den Auswirkungen an Zivilisten machen. Außer Leid und Qual für die Normalbevölkerung gibt es nichts Gutes zu berichten. Entführt und geschlagen wegen religiöser Unterschiede auf wenigen Quadratkilometern, führt blanker Hass die Regie. Getötet um der Minderung des erkorenen Feindes willen, wird einem barbarischen Abschlachten freier Lauf gelassen. Ein „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ nach den Kampfansagen des israelischen Ministerpräsidenten gegen die Erstangreifer. Gleiches wird in der Ukraine und in Russland stattfinden, falls nicht bald Verhandlungen angestrebt werden. Dies könnte auch zum Flächenbrand auf verschiedenen Kontinenten führen, wenn diese kopflose und sinnlose Härte Schule macht. Anscheinend ist es modern, Härte zu zeigen, um der eigenen Position Ausdruck zu verleihen. Es besteht kein Unterschied zwischen links außen, rechts außen oder Mitte. Die Verrohung der Gesellschaft ist schon unerträglich.

Stefan Weinbauer, Zell an der Pram

Erschienen am Do, 12.10.2023

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