Das freie Wort

Harry Belafonte ist nicht mehr

Der weltweit gerühmte Schauspieler, Entertainer und Botschafter der Musik, Harry Belafonte, ist 96-jährig in seiner Heimatstadt Manhattan, New York City, Vereinigte Staaten, an Herzversagen verstorben. Begonnen hat er als Jazzsänger in Nachtclubs und als Schauspieler; der Durchbruch gelang ihm mit karibischer Folkmusik. Zum Weltstar geworden war Belafonte mit dem Calypso-Hit „Banana Boat Song“, den fast alle Menschen in der Welt kennen. Mehr als 100 Millionen Platten mit Songs wie „Island in the Sun“, „Matilda“ und „Jump In the Line“ verkaufte Belafonte. Außerdem spielte er in mehr als vierzig Filmen mit. Während des Zweiten Weltkriegs diente er bei der US Navy, wo er die volle Härte der Rassentrennung erlebt habe. Belafonte, der sich auch politisch betätigte, war der Wegbereiter für schwarze Künstler und engagierte sich als Bürgerrechtsaktivist im Kampf gegen die Armut. Aufgrund seiner sozialen Ader brachte er es zum UNICEF-Botschafter des guten Willens. Er unterstützte auch Kinder auf Haiti und im Sudan. Im Jahr 2014 wurde er mit einem Ehren-Oskar für sein humanitäres Engagement ausgezeichnet. Gemeinsam mit dem Bürgerrechtler Martin Luther King – mit dem er befreundet war – trat er für die Ureinwohnerbewegung ein, war gegen die Apartheid in Südafrika und gegen den Vietnam-Krieg sowie gegen den chilenischen Faschismus. Belafonte bekannte sich bedingungslos zu seiner Freundschaft mit dem kubanischen Machthaber Fidel Castro, den er mehrmals besuchte. Zudem war er mit dem ermordeten amerikanischen Präsidenten Robert F. Kennedy eng befreundet. In seiner 2012 erschienenen Autobiografie „My Song“ sprach Harry Belafonte auch von seinen dunklen Seiten in seinem bewegten Leben. Sein Einsatz für Menschenrechte hatte Belafonte auch nach Österreich geführt. Im Jahr 1992 war der Kult-Sänger Gast auf dem Wiener Opernball. Trotz seiner Bekanntheit als Weltstar behielt Harry Belafonte bis zuletzt seine Natürlichkeit und Freundlichkeit. Belafontes klassische Ohrwürmer werden sicher Alt und Jung diesseits und jenseits des Ozeans in herzlicher Erinnerung bleiben.

Peter Puster, Feldkirchen bei Graz

Erschienen am Sa, 29.4.2023

Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
4.5.2026Datum auswählen
Wenn Tiere schreien – und nur die „Krone“ hinhört!
Es gibt Themen, bei denen Worte schwerfallen – weil das, worum es geht, direkt ins Herz trifft. Der Tierschutz ist eines davon. Und genau hier zeigt ...
Alessandro Ferrari
Dick-Pic-Karikatur am Sonntag
Gratulation an den grenzgenialen „Krone“-Karikaturisten! Tja, der Spitzenmanager, der enthemmt das Unterhoserl runterzieht, sein bestes Stück ...
Mag. Peter Terzer
Dick-Pic-Unfug
Bruno wie immer witzig. Aber bitte, schon wieder eine Diskriminierung der Fülligen: Denn ein Dicker sieht sein erstrebtes Fotomotiv zum Versenden ...
Eva Schreiber
Taxifahrten für Asylwerber
Zum Leserbrief von Frau Dr. Sperl: Liebe Frau Dr. Sperl! Sie haben völlig recht! Ich frage mich auch, wie lange wir uns das noch gefallen lassen. ...
Silvia Griesmann
„Das sagt mir der Hausverstand“
Mag. Immervoll regt sich künstlich auf – ob der Tatsache, dass Förderungen gekürzt werden sollen. Ich bin voll auf seiner Seite, was Feuerwehr, ...
Franz Umgeher
Was für ein Vergleich
Mehr als 400.000 Euro „darf“ der Steuerzahler für Taxifahrten von Asylwerbern bezahlen. Sind diese Damen und Herren zu verwöhnt, um die Öffis zu ...
Stephan Pestitschek
Hallo, Taxi!
Zu den teuren Taxikosten gäbe es eine ganz einfache Alternative – wir bezahlen allen Asylwerbern den Führerschein und auch das zugehörige Auto. Das ...
Doris Winkler
Sparer
Die Sparer in Österreich bremsen den wirtschaftlichen Aufschwung nicht, sie bringen ihr Geld nur in Sicherheit vor den verschwendungssüchtigen ...
Johann Janosik
Der Herr über Krieg und Frieden?
Der infantile, stark zum Revanchismus neigende, unberechenbare amerikanische Präsident hat nun den Krieg gegen den Iran per Brief an den Kongress ...
Josef Blank
Poolsteuer
Leser Herr Kölndorfer moniert das „Gratisgrundwasser“ für die Landwirtschaft und ist gegen eine Poolsteuer. Wenn das lächerliche Planschen von ...
Walter Haslinger
Wasser wird knapp
Kommt jetzt überall in Österreich die Poolsteuer? Solange wir die Toiletten noch mit Trinkwasser spülen, sollte man sich über das Befüllen von ...
Haribert Isepp
Er wollte töten!
Erschütternd die ausführliche Reportage über den 17-jährigen Pensionistenmörder. Er wollte mit Vorsatz töten. Und dies trotz behüteter Kindheit im ...
Martin Krämer
Firma Österreich
Kein Betrieb kann bestehen bleiben, wenn die Hälfte der Beschäftigten nichts arbeitet, weil sie mit der anderen Hälfte nicht können oder wollen, und ...
Walter Pachner
Nord-Stream-Sprengung
Danke für den hervorragenden Artikel in der „Kronen Zeitung“. Mittlerweile ist zweifelsfrei bewiesen, dass die Ukraine verantwortlich für die ...
Manfred Platschka
Wenn man da der Regierung nicht zürnt
Die zum Himmel schreienden Missstände in unserem wunderbaren Land werden mehr und mehr. Vom Herumgemurkse bei der Heeresreform über die ...
Gottfried Leeb

Voriger Tag
4.5.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung