Wir Bauern werden mittlerweile für alles beschuldigt, was es an Verfehlungen an der Umwelt gibt. Wir sind ganz allein am Insektensterben, Klimawandel, verschmutzten Bächen und Flüssen und vielem mehr schuld. Deswegen müssen wir Bauern jetzt schon Flächen aus der Produktion nehmen, und eine Umweltorganisation fordert ein Totalverbot von Insektiziden. Sind wirklich nur die Insektizide daran schuld? Meiner Meinung nach gibt es eine Vielzahl von Ursachen dafür. Die Lichtverschmutzung, Bodenversiegelung, der immer stärker werdende Verkehr und das Verschwinden der Bauern. Gerade da will ich anknüpfen. Mit jedem Bauern, der verschwindet, verschwinden Feldraine, Feldgehölze und noch viel mehr Flächen, die zuvor zur Biodiversität beigetragen haben. Die bearbeiteten Flächen werden größer, und dadurch werden auch die Wege der Nützlinge zu den Schadinsekten immer größer. Das heißt, die Nützlinge gelangen nur noch auf ganz geringe Teile der angebauten Kultur. Dadurch ist die ausgebrachte Menge an Insektiziden in den letzten Jahrzehnten massiv angestiegen. Anstatt uns Bauern in unserer Bewirtschaftung mit fairen Preisen und einer starken Förderung für Betriebe unter 30 ha (auch in den sogenannten Gunstlagen) zu unterstützen, werden uns immer mehr praxisferne Auflagen aufs Auge gedrückt. Das Ergebnis ist, dass noch mehr Bauern ihre Höfe für immer zusperren werden. Die ganzen Stilllegungsverpflichtungen und Pflanzenschutzmittelreduktionen bewirken nur, dass es in Österreich und Europa zu einem Kahlschlag bei den Bauern und zu einem Dauerbrand im Amazonas-Urwald kommt.
Thomas Erber, Wolfpassing
Erschienen am Mo, 17.4.2023
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