Mindestpensionisten, die sich im Parlament an Klaviere picken, haben unsere Form der Demokratie nicht verstanden (dass sie sie ablehnen, wollen wir nicht hoffen). Das Parlamentsgebäude wurde um ca. 400 Mio. Euro von Grund auf saniert. Das Zentrum der österreichischen Demokratie verdient diesen Aufwand. Wem das zu teuer ist, der gerät leicht in den Verdacht, dass ihm die Demokratie an sich nicht viel wert ist. Der Erbauer des Hauses, Theophil Hansen, stellte sich vor, dass auch die darstellende Kunst – Österreich ist damals wie heute dafür berühmt – präsent sein soll. Der goldene Flügel ist sehr nahe an den originalen Vorstellungen Hansens. Der Ort, wo der Flügel aufgestellt ist, ist perfekt gewählt: Der Raum, in dem das Nationalratspräsidium Gäste empfängt. Wer will, darf den Flügel bespielen. Und wird sich der hohen Ehre bewusst werden, dass das der kunstdemokratiepolitische Mittelpunkt Österreichs ist. Auch wenn manchen eine Blasmusikkapelle lieber wäre, anderen wieder ein Chor oder nach Art des Bert Brecht: Der hohe Stellenwert, den Kunst in unserem Land genießt, der lässt sich mit Gold nicht aufwiegen. Oder sind wir schon dorthin unterwegs, wo die meisten glauben, ein besserer Heustadel reicht auch als Parlament und die Heugeign macht die Musik dazu?
Reinhold Sulz, Wien
Erschienen am So, 16.4.2023
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