Wegen der massiv angestiegenen Inflation beendete die Europäische Zentralbank (EZB) die für Spareinlagen katastrophale Nullzinsphase. Der Leitzins wurde in mehreren Etappen auf 3,5 Prozent angehoben. Weitere Anhebungsschritte sollen folgen. Während die Banken die Zinsen für Kreditnehmer in den letzten Monaten kräftig erhöht haben, bleiben die Sparer weiter die großen Verlierer. Es wäre dringend notwendig, die Übergewinne der Banken zur Finanzierung von Unterstützungsmaßnahmen abzuschöpfen und auch für Spareinlagen endlich gerechte Zinsen zu zahlen. Im Juni des Vorjahres betrug die Differenz aus den Einnahmen von Kreditzinsen und Ausgaben für Einlagezinsen – also der Nettozinsgewinn – gemäß Angaben des Momentum-Instituts noch 257 Millionen Euro. Die Einnahmen aus Kreditzinsen stiegen jedoch mit den Leitzinserhöhungen über das zweite Halbjahr 2022 stärker an als die Ausgaben für Einlagezinsen. Im Dezember betrug der Nettozinsgewinn schließlich 352 Millionen Euro – also fast 100 Millionen Euro mehr als noch ein halbes Jahr zuvor. Durch die laufenden Anhebungen seit Jahresbeginn 2023 kassieren die Banken weitere Millionen auf Kosten der Sparer. Das große Abkassieren geht weiter, und alle dafür Verantwortlichen putzen sich ab.
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am Sa, 15.4.2023
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