Das freie Wort

Kampf der Kinderarmut

Der österreichische Staatsbürger ist bereits gewohnt, dass Politiker, speziell in Vorwahlzeiten, gerne das Blaue vom Himmel versprechen. Um einen Beitrag zur Bekämpfung der Kinderarmut zu leisten, verlangen nun Parteiobfrau Rendi-Wagner sowie der Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler die Verabreichung von mindestens einer warmen Mahlzeit täglich an bedürftige Kinder, ohne Details zu nennen, wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann. Werden nun Fragebögen an Familien verschickt, um zu eruieren, ob dieses Angebot für ihren Nachwuchs vonnöten ist? Sollen im Bedarfsfalle entsprechende Restaurantgutscheine verteilt werden, oder denkt man trotz eklatanten Mangels an Köchen und Köchinnen daran, in jedem Dorf eine eigene Ausspeisungseinrichtung zu eröffnen? Will man durch zusätzliche Geldzuwendungen Abhilfe schaffen? Wer überprüft dann in diesem Falle die korrekte Verwendung dieser Sonderzahlungen, um sicherzugehen, dass dieser Betrag auch zweckdienlich den Kleinsten zugutekommt? Eine weitere Möglichkeit wäre eine zusätzliche Organisation von „Essen auf Rädern“, um Micky Maus, Pumuckl, Biene Maja oder ähnliche Tellergerichte frei Haus zu liefern. Natürlich sind diese Vorschläge kaum bis gar nicht zu exekutieren. Frau Rendi-Wagner und Herr Babler haben sicherlich probatere Lösungen parat; nur sollten sie diese beizeiten auf den Tisch legen, um den Verdacht zu zerstreuen, dass es sich bei dieser Forderung wieder einmal nur um einen reinen Wahl-Werbegag handelt.

Herwig Sembol, St.Georgen an der Gusen

Erschienen am Sa, 15.4.2023

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