Das freie Wort

Ein Dreikampf

Der Kampf um die SPÖ- Spitze ist jetzt um eine Facette reicher. Die Idee, eine Mitgliederbefragung durchzuführen, also die Parteimitglieder darüber abstimmen zu lassen, wer künftig Parteivorsitzende(r) sein soll, und quasi jedem Parteimitglied zu erlauben, sich um den Vorsitz zu bewerben, hatte ungeahnte Folgen. Von 73 Kandidaten inklusive einer Schönbrunn-Giraffe war da einmal die Rede. (Interessant zu wissen – wegen der Quote – wäre auch, wie viele Frauen unter den Bewerbungen waren.) Das verursachte rauchende Köpfe in der SPÖ-Führung. Nach einer Nachdenkpause wurde dann verkündet, dass jeder Kandidat 30 Unterstützungserklärungen zur Bewerbung vorlegen muss. Und jetzt ist fix, wer es auf den Stimmzettel geschafft hat. Es gibt nur noch einen Dreikampf und kein Hauen und Stechen im hohen zweistelligen Kandidatenbereich. Übrig geblieben sind von den vielen Bewerbern Rendi-Wagner, Doskozil und Babler. Die restlichen 70 (oder wie viele auch immer) Bewerber „haben die Hürde von 30 Unterstützungserklärungen nicht geschafft. Andere zogen ihre Kandidatur wieder zurück“, heißt es jetzt. Wer glaubt, dass das „einfach so“ genauso passiert ist, der glaubt auch an den Osterhasen. Aber mit mehr als 70 Bewerbern auf dem Stimmzettel hätte die Abstimmung mit einer Blamage geendet. So gesehen, war die Bereinigung des Stimmzettels unumgänglich.

Josef Höller, per E-Mail

Erschienen am Fr, 14.4.2023

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