Viele gute Gründe gibt es, die von der EU forcierte Abschaffung des Bargeldes zu bekämpfen; etliche davon wurden bereits thematisiert. Eine für mich weitere Gefahr kommt noch hinzu: Jene der Cyber-Kriminalität! Noch war es „nur“ eine zufällige „Verstopfung“, welche die elektronische Verbindung von der Supermarktkasse zu den Bankkonten der Kunden unterbrochen hatte. Dass dies jedoch ausgerechnet bei den „fortschrittlichen“, weil bargeldlosen Schweden passierte, klingt alarmierend! Auch bei uns in Wien gab es vor einigen Jahren einen ähnlichen Fall, aber immerhin war Bargeld aus dem Automaten die rettende Alternative; die Skandinavier hatten sie nicht! Die davon betroffene Supermarktkette musste daraufhin alle 80 Filialen im Land schließen. „Schnell, leicht und bequem“; das klingt zugegeben verführerisch; man will ja schließlich „nur das Beste“ für uns! Aber die wirklich vorteilhaften Aspekte solcher Schalmeienklänge behält man wohlweislich für sich selbst. Für deren Adressaten gibt es nicht immer einen Plan B. Wer nach der Abschaffung des Bargeldes mit vollem Einkaufswagen an der Kassa steht und diese elektronisch geschlossen ist, erkennt, dass sich seine vermeintlichen „Vorteile“ als tückische Falle erwiesen haben! Schon heute steigt die Zahl der Hacker-Angriffe auf große Unternehmen. Diese investieren viel Geld in aufwändige Sicherheitssysteme. Doch wie schon so oft, könnte das kreative Böse auch hier einen Schritt voraus sein und sämtliche elektronische Hürden, zumindest zwischenzeitlich, überwinden. Ohne den bereits erwähnten Plan B bliebe man dann als Kunde praktisch sich selbst überlassen, weil alle Bargeldbrücken bereits abgebrochen sind: Ist DAS die uns versprochene „schöne neue Einkaufswelt“?
Helmut Magnana, Wien
Erschienen am Fr, 14.4.2023
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