Das freie Wort

Träumen darf man ja

Der Migrationsforscher und sogenannte Migrationsexperte Knaus erklärt wieder einmal, wie die EU bei der Massenmigration „handlungsfähig und menschlich“ bleiben kann. Im Grunde geht es darum, so viele Migranten wie möglich ohne Lebensgefahr über das Mittelmeer nach Italien, in die EU, zu bringen. Nur, es kann nicht Sinn und Zweck der Massenmigration sein, dass diese Menschen zuerst hereingeholt werden – mit den Schlepperbooten der NGOs ist es ein Hereinholen – und sie dann in jene Länder ziehen zu lassen, in denen finanziell am meisten „abzustauben“ ist. Zu denen gehört Österreich. Nach Österreich kommen die Migranten zwar großteils über die ungarische Grenze, aber auch von Italien. Und was macht die österreichische Regierung? Die jammert, zeigt mit dem Finger auf Brüssel und schreit: „So tut doch was!“ Und das in dem Wissen, dass Brüssel nichts tut. Um die Massenmigration nach Österreich in den Griff zu bekommen, bedarf es einiger Notwehrmaßnahmen – die natürlich die EU-Kommission nicht will: Statt an der Grenze alle Aufgegriffenen beinahe dazu zu zwingen, einen Asylantrag in Österreich zu stellen, sollte dafür gesorgt werden, dass das Tor nach Österreich nur mit gültigen Papieren geöffnet wird. Besser wäre noch, alle illegal Kommenden an der ungarischen Grenze nach Ungarn zurückzuschicken. So wie es Deutschland an der österreichisch-deutschen Grenze macht. Das hätte den positiven Nebeneffekt, dass dann Ungarn künftig an seiner Grenze zu Serbien besser kontrollieren würde. Es würden dann auch die Balkanstaaten besser kontrollieren, um einen „Rückstau“ in ihren Ländern zu verhindern. Weiters müssten die NGO-„Rettungsschiffe“, die ja vor der nordafrikanischen Küste ihre „Kundschaft“ auflesen, diese in den nächstgelegenen Hafen bringen und nicht in die weit entfernten EU-Häfen. Die österreichische Regierung müsste selbstverständlich auch einiges an Gesetzen ändern und anpassen an geänderte Regeln und auch die Abschiebungen erleichtern. Es kann doch nicht sein, dass Schwerkriminelle, zur Verhöhnung der Opfer, in Österreich bleiben dürfen, weil ihnen in ihrer Heimat möglicherweise „erniedrigende Behandlung“ drohen könnte. Ja, und sollte die Regierung einmal die echten Kosten für Migranten und Flüchtlinge veröffentlichen, und nicht nur vom laufenden Jahr, und nicht bloß von Grundversorgung und Mindestsicherung reden, wäre wohl der Teufel los.

Josef Höller, per E-Mail

Erschienen am Mi, 12.4.2023

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