Christian Hauenstein hat prinzipiell recht: eine „Rückeroberung“ der Krim anzudenken, ist heller Wahnsinn. Die Krim gehört seit Jahrhunderten zu Russland und wurde von dem sehr umstrittenen Ukrainer Nikita Chruschtschow vor einigen Jahrzehnten aus einem nichtigen Anlass im Rahmen der UdSSR an die Ukraine „verschenkt“. Nach einem freien Referendum, bei dem der überwältigende (!) Teil der Bevölkerung der Krim sich für die Rückkehr zu Russland aussprach, (dies bestätigte auch Christian Wehrschütz) wurde die Krim wieder ein Teil Russlands. Und dies war keine Okkupation oder Annexion, wie immer wieder mantraartig behauptet wird, sondern eine Sezession, wie auch der deutsche Völkerrechtsexperte Prof. Dr. Merkel klar zu sagen wagt. Und das ist eine ganz andere Sache. Diese Sezession berührt damit keinesfalls das Völkerrecht, sondern ist eine rein russisch-ukrainische Frage. Das Referendum konnte übrigens nur stattfinden, weil die Krimbewohner selbst – mit koordinierender Unterstützung durch russische Militärangehörige – als sogenannte „grüne Männchen“ dafür sorgten, dass das ukrainische Militär in den Kasernen auf der Krim völlig unblutig am Eingreifen gegen das Referendum gehindert wurde. Der gewiss sehr talentierte gegenwärtige ukrainische Präsident wäre in seinem und unserem Interesse gut beraten, ehestens auf den Boden der Realität zurückzukehren, Tatsachen als solche wahrzunehmen und Gespräche mit Russland nicht weiter strikt und kategorisch zu verbieten. Gesprächs- und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten sind die Schlüssel zum Frieden. Ein Weiterdrehen der gegenwärtigen Gewaltspirale durch immer weiter gehende Waffenforderungen könnte ein apokalyptisches Ende Europas bedeuten.
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Erschienen am Do, 23.2.2023
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