Kaum hatten sich die Blauen nach der Ankündigung von VdB, er werde keinen Vertreter der FPÖ als Bundeskanzler angeloben, als „demokratiepolitisch diskriminierte Märtyrer“ präsentiert, schon verspielten sie diesen wahltaktischen Vorteil wieder durch einen Sager des NÖ-Landesrates Gottfried Waldhäusl während einer TV-Diskussion: Ohne die Migranten wäre „Wien noch Wien“, behauptete er und erinnerte damit an die zahlreichen „Einzelfälle“ von braunen Rülpsern aus dem blauen Lager während der letzten ÖVP-FPÖ-Regierung unter Kanzler Kurz. Diese irritierenden Sager kamen damals aus der mittleren Funktionärsebene des kleineren Koalitionspartners. Die oberen Mandatare hatten noch fleißig Kreide gefressen, für die unteren war davon nichts mehr übrig. Wobei ich mich frage: Welches Wien hatte Herr Waldhäusl eigentlich im Sinn? Die österreichische Bundeshauptstadt war historisch gesehen immer ein Schmelztiegel aus verschiedenen Völkern. Während der k. u. k Monarchie kamen Menschen aus den Kronländern zu uns, und viele davon wurden sesshaft. Natürlich wurden neue Nachzügler von den bereits Integrierten und Etablierten mit skeptischen Augen betrachtet, und Reibereien waren fast unvermeidlich. Aber irgendwann hat man sich an sie gewöhnt. Wobei ich zugeben muss: Es handelte sich um Europäer, da war der Anpassungsprozess sicher noch leichter als heute mit Migranten aus ganz anderen Kulturen. Und trotzdem gibt es auch hier positive Beispiele, wie diese Schulklasse während einer Diskussion auf PULS 4 zeigte. Und natürlich nicht nur sie, zum Glück! Für mich ist jeder willkommen, der fleißig ist und sich integrieren will. Was anderseits die Frage aufwirft: Warum sucht sich die Politik immer wieder gerade diese braven Leute aus, wenn es wegen irgendeiner Haarspalterei ans Abschieben geht? Die Kriminellen, die Messerstecher, Mörder und Vergewaltiger, sie finden immer einen Weg, hier bleiben zu dürfen, wo sie keiner braucht! Hier gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen, damit Politiker wie Waldhäusl keinen fruchtbaren Boden finden, geistiges Unkraut zu säen!
Helmut Magnana, Wien
Erschienen am Do, 9.2.2023
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