Danke für die überaus treffende Analyse von Clemens Zavarsky am 6. 1. 23. Die Republikanische Partei der USA steht mit großer Wahrscheinlichkeit vor einer elementaren Spaltung und wird sich von dem gegenwärtigen Debakel um die Wahl des Parlamentssprechers wohl kaum noch intern erholen können. Eine der elementaren Ursachen dieser Selbstzerfleischung liegt in der Tatsache, dass die einst dominante angelsächsisch-weiße Mittel- und Oberschicht des Landes mittlerweile zur Minderheit geworden ist und sich verzweifelt noch immer an die Privilegien eines überwiegend weißen Amerika des 20. Jahrhunderts klammert. Dadurch wurden extrem radikale Strömungen in dieser ohnehin seit Ronald Reagan bereits erzkonservativen Partei entfesselt und Parteiführer wie Donald Trump erst möglich gemacht. Doch selbst Trump schafft es aufgrund seiner eigenen erwiesenen charakterlichen Defizite nicht mehr, die Partei nachhaltig und überzeugend zu disziplinieren. Mittlerweile sitzen weit radikalere Republikaner als Trump im US-Kongress und hoffen, die Uhr einfach und beliebig um mindestens 70 Jahre zurückdrehen zu können. Dadurch gerät das Modell der Zweiparteiendemokratie der USA insgesamt gehörig ins Wanken. Denn nur zwei systemrelevante Parteien (Demokraten, Republikaner) schaffen es ganz einfach nicht mehr, die der Zeit entsprechende politische Meinungsvielfalt im Land erfolgreich abdecken zu können. Unruhige Jahre stehen den USA daher bevor, die durchaus auch in ein-em zweiten Bürgerkrieg enden könnten.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Sa, 7.1.2023
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