Energiepreisbildung nach alchemistischen Grundsätzen
Der Weltmarktpreis für Gas ist auf dem Stand vor dem Ukraine-Krieg, die Verbraucherpreise hierzulande haben sich mittlerweile vervielfacht. Als Begründung wird angeführt, dass zu Höchstpreisen eingekauft werden musste, sich das jetzt auf den Konsumenten niederschlägt und die Preissenkungen erst längerfristig, wenn überhaupt, weitergegeben werden. Bei Anpassungen nach oben reagiert man offensichtlich mit affenartiger Geschwindigkeit, bei Korrekturen nach unten fließt viel Wasser die Donau hinunter. Bei Strom wiederum gilt das Argument des Merit-Order-Prinzips, der Preisbildung nach Grenzkosten statt Durchschnittskalkulation, auf Grundlage der jeweils teuersten Produktion, und das ist meist ein Gaskraftwerk. Dass Strom in Österreich primär auf Grundlage des Nachhaltigkeitsprinzips, vor allem Wasserkraft, produziert wird und die öffentliche Hand infolge ihrer Länderbeteiligungen preispolitisch mitgestalten könnte, ist wohl sekundär. Man konstruiert augenscheinlich Argumente, die Preise zu erhöhen oder hoch zu halten und sie nicht zu senken, auch wenn sich der Markt in diese Richtung entwickelt. Und warum in den USA Energie vergleichsweise spottbillig ist, kann wohl niemand erklären, aber möglicherweise orientieren sich die Amerikaner nicht am Weltmarkt, sondern bereits am Mond- oder Marsmarkt.
Mag. Martin Behrens, Wien
Erschienen am Sa, 7.1.2023
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