Die vom Westen mehr oder weniger selbst herbeigeführte Energiekrise (Mangel einerseits und Preisentwicklung andererseits) führt zu teils kontraproduktiven Entwicklungen. Wegen der Angst vor einem kalten Winter haben im privaten Sektor Holzöfen wieder Hochsaison. Die Öfen sind ausverkauft, die Wartezeiten betragen Monate. In der Industrie sollen Kohlekraftwerke nach zeit- und kostenintensiven Maßnahmen wieder reaktiviert werden, und Gaskessel werden umgerüstet auf Öl. Der Schadstoffausschuss bei Kohle bzw. Öl ist aber wesentlich höher als z. B. bei Gas. Diese irre Entwicklung ist einerseits dem Ukraine-Krieg, andererseits auch der heimischen Politik und der EU zu verdanken, und das Umwelt- und Energieministerium entwickelt sich zunehmend zu einem „Deindustrialisierungsministerium“. Wegen der Rückkehr zu Holzöfen usw. schlagen jetzt aber auch Umweltmediziner Alarm; wegen der wieder zunehmenden Feinstaubbelastung. Denn dadurch steige, wie die Mediziner sagen, auch das Risiko für Asthma, Krebs oder Herzinfarkt. Denn „Feinstaub bedroht unseren gesamten Organismus“, sagt ein Umweltmediziner der MedUni Wien. Die Lungenfunktion sinkt ab, laut WHO kann verschmutzte Luft auch Krebs auslösen, und Asthma und Atemwegserkrankungen nehmen zu. Man soll aber trotzdem nicht zu schwarz sehen. Vor ein paar Jahrzehnten war Gas außerhalb der Ballungszentren so gut wie unbekannt. In den Städten wurde neben Gas auch sehr viel mit Holz, Koks und auch dreckiger Braunkohle geheizt. Da herrschte oft tagelang Smog, der in den Augen brannte, Hustenreiz auslöste und für Krankheiten verantwortlich war. Da gab es den sauren Regen und das Waldsterben. Das bekam man alles in den Griff, und Österreich ist auch nicht ausgestorben. Und andere Krankheiten wie Herzrhythmusstörungen, Thrombosen, Herzinfarkte usw. gibt es trotz niedriger Feinstaubbelastung seit ein paar Jahren auch so wieder verstärkt. Da müssen nicht die Holzöfen daran schuld sein.
Josef Höller, per E-Mail
Erschienen am Mo, 3.10.2022
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