Das freie Wort

Hoch lebe der „Weltspartag“!

Österreich ist ein Land mit sehr hohen Zinsverlusten, denn die Sparzinsen sind praktisch null. Aber die Österreicher profitieren auch nicht von der verhältnismäßig niedrigen Inflationsrate in Europa, weil die Teuerung hierzulande so hoch ist wie in keinem anderen EU-Land, und sie wird wohl noch weiter steigen, zumal die neuen Öko-Steuern, vor allem die Preise für Energie – plus deren Kettenreaktionen – weiter in die Höhe treiben werden. Da und dort müssen die Leute bereits auf ihr Erspartes (Sparbuch) zugreifen, um ihren Alltag finanzieren zu können, und den Rest frisst die kalte Progression. Sogar EURATOM muss von Österreich mitgesponsert werden, obwohl wir mit der Atomenergie nichts am Hut haben! Die EU braucht nämlich viel mehr Geld für neue AKW-Bauten (z.B. in Frankreich, Tschechien usw.)! Dann sind da noch die „Olivenstaaten“! Kracht der Euro vielleicht bald wegen dieser Staaten? Die EU-Kommission debattiert nämlich wieder einmal über den europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakt. Im Pakt ist schon seit den Maastricht-Konvergenzkriterien festgehalten, dass die Euro-Staaten die Höhe ihres jährlichen Haushaltsdefizits auf drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) und den Stand ihrer öffentlichen Verschuldung auf 60% ihres BIPs begrenzen müssen. Der Pakt wurde aber schon vor Corona von Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland – aber auch noch von vielen anderen Ländern – mehrfach gebrochen. Jetzt wollen die „Vier“ einen neuen weicheren Stabilitäts- und Wachstumspakt. Sie fabrizieren nämlich mehr als 60% der gesamten Euro-Zonen-Verschuldung. Da muss wohl wieder die „Druckerpresse“ in der EZB angeworfen werden! Zurück nach Österreich: Nun kommt bald der Weltspartag, dieser hat schon eine lange Tradition, denn er wurde bereits im Oktober 1924 ins Leben gerufen. Freuen wir uns also auf den Weltspartag – wer weiß, wie lange noch – wir bekommen ja für unser Erspartes zwischen 0,01 und 0,05% Zinsen, davon werden dann etwa 25% KESt abgezogen! Die Österreicher legen laut einer Umfrage ihr Geld primär nur noch aus Sicherheitsgründen auf ein Sparkonto, bestimmt nicht wegen der „hohen“ Zinserträge! Kommt gar wieder das alte, aber über Jahrhunderte bewährte „Strumpfsparen“?

Mag. Anton Bürger, per E-Mail

Erschienen am Do, 28.10.2021

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