Die Mitarbeiter, welche im Gesundheitswesen und im Pflegedienst tätig sind, werden als „Helden des Alltags“ bezeichnet, völlig zu Recht, wie ich meine. Es gibt aber in Zeiten wie diesen auch noch andere Berufsgruppen, die diese Bezeichnung verdienen. Es sind dies die Postler/innen und Paketzusteller/innen. Die Leistung, die diese Damen und Herren zurzeit vollbringen, kann man nur als übermenschlich bezeichnen. Das Personal ist schon teilweise an der Belastungsgrenze angekommen, und das für einen Hungerlohn. Die Gewerkschafter sitzen in ihren voll klimatisierten Luxusbüros bei Kaffee und Kuchen und schauen sich das Tagesgeschehen im TV an. Unsere Regierungsmitglieder, die für ihre täglichen Fehlleistungen und für ihre wöchentlichen gesetzeswidrigen Verordnungen, die sie auf die Bevölkerung loslassen, mehr als das Zehnfache monatlich „verdienen“, schauen tatenlos bei dieser unverschämten Ausbeutung zu. Man stelle sich nur vor, die Zusteller würden zwei Tage in den berechtigten Streik treten, ein unvorstellbares Chaos würde ausbrechen. Also, liebe Verantwortliche an den verschiedensten Stellen, setzt Taten und steht dieser Berufsgruppe mit ordentlicher Bezahlung und Würdigung bei.
Josef Bauer, St. Stefan ob Leoben
Erschienen am Fr, 25.12.2020
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