Das Weihnachtsfest, auch Christfest genannt, ist die Feier zu Ehren der Geburt des Herrn, also des Jesuskindes vor mehr als 2000 Jahren in einer Krippe einer armseligen Behausung in Bethlehem, damals zu Jerusalem im Heiligen Land gehörend. Leider ist vor allem in den letzten Jahrzehnten des Überflusses dieses hohe Fest des Kirchenjahres zunehmend in ein „Fest“ des Konsumwahns und der Verramschung ausgeartet, viele Menschen haben den ursprünglichen Sinn komplett aus dem Gedächtnis verdrängt. Natürlich ist es auch ein Familienfest, bei dem sich die ganze Familie versammelt und sich gegenseitig beschenkt und man groß auftischt. Dagegen ist nichts einzuwenden, weil es ja auch das Fest der Liebe genannt wird. Im heurigen Jahr hat leider eine Pandemie zugeschlagen, die schon bald ein Jahr auf der ganzen Welt Angst und Schrecken verbreitet, und die Millionen von Menschenleben gekostet hat. Für zahlreiche Menschen bedeutet dies, dass sie einen ihrer Liebsten durch diese heimtückische Krankheit unwiederbringlich verloren haben und es ein trauriges Fest werden wird. Daher sollte man aus Solidarität dieses Mal etwas leiser treten und sich den eigentlichen Sinn von Weihnachten wieder einmal ins Gedächtnis rufen und die Feier etwas besinnlicher und einfacher gestalten. Kinder würden sich sicher über weniger und kleinere Geschenke genauso freuen. Und einen Kirchenbesuch könnte man einbauen, auch wenn man sonst nicht so der eifrige Kirchengänger ist. Man erinnert sich an die eigene Großmutter, die oft erzählt hat, dass man sich – damals noch ohne Auto – am Hl. Abend und Christtag dreimal in Kälte und Schnee auf den Weg gemacht hat, um an den kirchlichen Feierlichkeiten teilzunehmen. Es würde ja schon genügen, alleine eine Kirche zu besuchen, vor der Krippe inne zu halten und ein Gebet zu sprechen, vor allem dafür Dank zu sagen, dass man von Krankheiten verschont geblieben ist.
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