Das freie Wort

Libanon - Österreich

Man kann Frau Bischofberger zu ihrer Kolumne „Die Unschuldigen“ nur gratulieren. Sie trifft’s genau. Auch in meinem privaten Umfeld kam kürzlich das Drama im Libanon zur Sprache. Natürlich auch die Tatsache, dass es ein Wahnsinn war, diese gefährlichen Stoffe jahrelang mehr oder weniger unbeachtet dort im Hafen zu lagern. Als dann aber jemand aus der Runde die Bemerkung machte, das könne eben nur in einem Land passieren, wo die Korruption Gesellschaftsmodell ist, musste ich schon eine dringende Frage stellen: Und wo bitte ist der Unterschied zu Österreich? Auch in Österreich haben die Behörden bei der Commerzialbank Mattersburg jahrelang weggeschaut, und niemand hat etwas unternommen. Dann explodierte die Bank sinnbildlich gleich wie die Chemikalien in Beirut. Dort gab es leider zahlreiche Todesopfer und Verletzte und ein ungeheuerliches Ausmaß an Zerstörungen, aber auch im Raum Mattersburg wurden viele Existenzen zerstört, die Schäden sind halt finanzieller Natur. Aber im Endeffekt ist es das Gleiche: Schadensmaximierung durch unfähige und untätige Behörden. Und wie auch Frau Bischofberger schreibt – die Rechnung zahlen immer die Unschuldigen.

Gerhard Hintermeier, St. Pölten

Erschienen am Mo, 10.8.2020

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