Was eh schon längst kein Geheimnis mehr war, nimmt immer mehr Gestalt an. Strache bastelt munter weiter an seinem Comeback in der Politik. Wenn auch vorerst nur in Wien. Er braucht die öffentliche Bühne der Politik anscheinend wie andere die Butter aufs Brot. Der Inhalt seiner Rede war keine Überraschung. Natürlich teilte er in großem Bogen aus. Gegen die Ex-Partei und manche Ex-Parteikollegen. Gegen die Kriminellen, die ihm eine Falle gestellt haben. Gegen die Medien, die seiner Meinung nach eine noch nie da gewesene Hetzjagd inklusive Verleumdungskampagne veranstaltet haben. All das ist eben ein typisches Verhalten für jemanden, der keine Verantwortung für einen von ihm verursachten Schaden übernehmen will. Strache setzt nach wie vor darauf, dass Ibiza nur eine einmalige „bsoffene Gschicht“ war. Als ob es die für diese Nacht erforderlichen Vorkontakte samt nachträglichen Treffen nie gegeben hätte. Als ob er deswegen nichts davon in die Tat umgesetzt hätte, weil er es sich anders überlegt hat. Und an der ganzen Spesen- und Spendengeschichte ist natürlich absolut nichts dran. Strache hofft darauf, dass unsere meist zahnlosen Gesetze auch in seinem Fall eine juristische Verurteilung verhindern. Was angesichts der Tatsache, dass es sich bei all dem, was man bisher weiß, nur um die Spitze eines Eisberges handelt, bezweifelt werden muss. Worauf sich Strache verlassen kann, ist, dass es immer Menschen geben wird, die ihm seine Unschuldsnummer tatsächlich abkaufen. Es soll sogar Menschen geben, die glauben, dass er zwar all die Spesen und den Mietzuschuss bekommen, aber nicht verwendet hat. Und die Sporttasche voller Geld war sicher nicht in seinem Auto. Das sind meist jene, die sich auch einreden, dass Strache nicht der Regierungssprengmeister war, sondern Kurz und die ÖVP aus reiner Lust und Laune. Weil aus ihrer Sicht nicht sein kann, was nicht sein darf.
Christian Stafflinger, Linz
Erschienen am So, 26.1.2020
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