Bei den heimischen Unternehmen verschärft sich zusehends der Mangel an gut ausgebildeten Mitarbeitern, berichtete die „Kronen Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 2. Februar 2018. In vielen Branchen suche die Industrie dringend nach gut ausgebildetem Personal. Schaut man sich aber die Stellenangebote (Jobbörsen im Internet oder in Tageszeitungen) einmal näher an, dann suchen Betriebe fast immer nur jemanden mit mehrjähriger Berufserfahrung und sind nicht mehr bereit, Fachkräfte selbst auszubilden und die Kosten dafür zu tragen. Auch viele Absolventen höherer Schulen, wie HTL, HAK oder HLW, bekommen nach der Matura keinen Job, weil fast überall eine zumindest zweijährige Berufspraxis vorausgesetzt wird. In solchen Fällen bekommt man nicht einmal eine Antwort auf eine Bewerbung. Auch die Bruttolöhne, die Firmen bei der Suche nach Fachkräften in manchen Branchen (allen voran in der Pflege, im Handel, der Gastronomie und im Tourismus) anbieten, sind oft derart niedrig, dass damit ein Alleinverdiener in der heutigen Zeit kaum mehr über die Runden kommt. Und weiters haben Arbeitssuchende mit 50+ auf dem Arbeitsmarkt sowieso kaum mehr eine Chance, einen Job zu finden, auch nicht als gut ausgebildete Fachkraft mit mehrjähriger Berufspraxis. In manchen Branchen ist es sogar mit 40 sehr schwer. Auch das musste einmal gesagt werden, wenn heimische Unternehmen jammern, dass es zu wenig gut ausgebildete Mitarbeiter gebe.
DI Anton Wildpert, Fels
Erschienen am Sa, 10.3.2018
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