11.04.2008 18:52 |

Transferwahnsinn

Real bietet 125 Millionen für Christiano Ronaldo

Der Transferwahnsinn für internationale Topstars ist nicht zu bremsen. Um insgesamt 84 Millionen Euro soll der AC Milan das Rennen um Ronaldinho gegen den Stadtrivalen Inter und Manchester City gewonnen haben. Barcelona bekommt 20 Millionen Ablöse, Ronaldinho für vier Jahre 64 Millionen Gehalt. Noch unfassbarer ist das höchste Angebot aller Zeiten von Real Madrid für Christiano Ronaldo: 125 Millionen Euro!
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Wie schafft das der „königliche Klub“? Der ist wieder einmal pleite, musste einen 300-Millionen-Kredit aufnehmen. Kaum bewilligt, bot Sportdirektor Predrag Mijatovic „ManU“ für den 23-jährigen portugiesischen Dribbelkönig 125 Millionen Ablöse. Das Wahnsinnsangebot ist dem englischen Meister noch zu wenig...

125 Millionen – das sind 49 mehr als beim bisherigen Transferrekord, den Real beim Kauf von Zinedine Zidane aufstellte. Ronaldo hat in Manchester einen Vertrag bis 2010, der kaum zu überbieten schien – mit 155.000 Euro Wochengehalt. Also muss Real auch beim derzeit besten Fußballer der Welt noch etwas draufgelegt haben. Und in Madrid weiß man durch die Einkäufe von Zidane, Figo und Beckham, dass es eine Grenze gibt, bei der jeder Klub trotz anfänglichen Neins schwach wird.

Ronaldo hat seit Jänner eine spanische Freundin. Sie ist nicht der Hauptgrund für das Gefühl von Reals Trainer Bernd Schuster, „dass es klappen kann“. Obwohl Manchesters Manager Sir Alex Ferguson Ronaldo nicht abgeben will. Aber in Old Trafford regiert seit drei Jahren US-Milliardär Malcolm Glazer. Der will bei dem mit 850 Millionen hoch verschuldeten Traditionsklub endlich großes Geld verdienen. Ronaldo wäre die Chance dazu...

"Barca" gibt Ronaldinho angeblich frei
Unterdessen berichtete die italienische Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" am Freitag, "Barca" habe den zuletzt skandalumwitterten Ronaldinho freigegeben. "Für uns kommt nur ein Wechsel zu Milan infrage", zitierte Italiens größte Sport-Tageszeitung Ronaldinhos Agenten. Zurückhaltender äußerte sich die spanische Presse, die lediglich die Verhandlungen bestätigte.

Milans Lokalrivale Inter, der sogar 25 Millionen Ablöse hinblättern wollte, hat offenbar genauso das Nachsehen wie Manchester City. Insgesamt wird der Ronaldinho-Transfer den Mailändern schätzungsweise 84 Millionen Euro kosten. 20 Millionen Ablöse und weitere 64 Millionen für das von Ronaldinho geforderte Gehalt in den kommenden vier Jahren. Um dem 28-Jährigen die verlangten acht Millionen Euro netto pro Jahr auf den Tisch legen zu können, müssen die "Rossoneri" 16 Millionen brutto einplanen.

Berlusconi plant für Verpflichtung 84 Millionen ein
Kein Problem für den reichen Club von Italiens Medienmogul Silvio Berlusconi. Der hatte die Ronaldinho-Verpflichtung höchstpersönlich vorangetrieben. Noch eine Saison ohne Titelgewinn will der erfolgsverwöhnte Politiker nicht hinnehmen. Deshalb traf sich der Vereinsboss vergangene Woche sogar selbst mit Ronaldinhos Bruder in Mailand zum Abendessen. Danach bekräftigte Berlusconi noch zuversichtlicher, was er schon seit Wochen sagt: "Wenn Ronaldinho Barcelona verlässt, kommt er zu uns."

Milan muss aufrüsten, zumal Ronaldo nach seiner erneuten Knie-Operation womöglich gar nicht mehr ins Team zurückkehrt. Da kommt Ronaldinho gerade recht. Dass der in Barcelona zusehends in Ungnade gefallen ist, dass man ihm ein ausschweifendes Nachtleben und sogar Simulantentum vorwirft, stört Milan nicht.

Berlusconi hat sich Ronaldinho in den Kopf gesetzt, ebenso wie Ex-Milan-Stürmer Andrej Schewtschenko. Der bei Chelsea ausgemusterte Ukrainer ist Berlusconis Liebling. Milan-Trainer Carlo Ancelotti hatte sich lange gegen eine Rückkehr von "Schewa" gesträubt, nun aber gab er unter Berlusconis Druck klein bei. "Für Andrej stehen die Türen offen", bestätigte Galliani.

Kronen Zeitung und krone.at

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