Spielabbruch

Flaschenwerfer von Sevilla auf Kaution wieder frei

Fußball
17.03.2008 19:06
Der Flaschenwerfer von Sevilla, der am Samstag den Abbruch des spanischen Meisterschaftsspiels Betis Sevilla gegen Athletic Bilbao provoziert hat, ist in Untersuchungshaft genommen, später aber gegen eine Kaution von 3.000 Euro wieder freigelassen worden. Wie spanische Medien am Montag berichteten, wurde der 40-jährige Maurer wegen Störung der öffentlichen Ordnung und Körperverletzung angeklagt.

Der Mann hatte am Samstag Athletic-Tormann Armando eine mit Wasser gefüllte Plastikflasche ins Gesicht geschleudert. Der Keeper erlitt dabei eine Platzwunde sowie eine Verletzung des rechten Auges. Der Schiedsrichter brach daraufhin die Partie in der 70. Minute beim Stand von 1:2 ab. Der spanische Fußball-Verband RFEF muss nun entscheiden, ob das Betis-Stadion gesperrt und die ausstehenden 20 Spielminuten auf neutralem Platz nachgeholt werden.

Hass-Kampagne gegen Flaschenwerfer
Der Zwischenfall löste in Spanien eine Hass-Kampagne gegen den Flaschenwerfer aus. Das staatliche Fernsehen TVE bezeichnete den Mann in seiner Hauptnachrichtensendung als "Tier". Mehrere Sportblätter charakterisierten den Flaschenwerfer als einen "Wilden" und druckten Fotos von dem Wohnhaus des Mannes ab, dessen Mauern in den grün-weißen Vereinsfarben von Betis gestrichen sind.

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