Collina ist in Italien seit Wochen wegen Fehlern der Referees unter Beschuss. Kritiker werfen den Unparteiischen vor, die Top-Vereine zu bevorzugen. In der Serie A pfeifen derzeit einige relativ unerfahrene Schiedsrichter die Begegnungen, da sehr viele Kollegen in den Skandal im Jahr 2006 verwickelt waren und gesperrt wurden.
Collina, der seit drei Monaten wegen wiederholter Morddrohungen unter Polizeischutz lebt, hatte bisher stets seine Unparteiischen in Schutz genommen. "Die große Polemik um angebliche Schiedsrichterfehler nährt die Idee, dass die Referees manipuliert sind, was überhaupt nicht stimmt", sagte Gussoni.
"Situation ist dramatisch"
Gussoni hatte am Donnerstag wegen der besorgniserregenden Anzahl von Einschüchterungsaktionen und Drohungen gegen Fußball-Referees Alarm geschlagen. "Die Situation ist dramatisch. Die Referees erhalten schriftliche Morddrohungen. Schluss mit TV-Sendungen, die das Verhalten der Unparteiischen Minute für Minute unter die Lupe nehmen. Die Schiedsrichter beanspruchen das Recht, wie Spieler und Trainer Fehler zu machen. Wir und unsere Familien sind bedroht. Wir wollen es laut sagen, bevor es zu spät ist", sagte der AIA-Präsident in Rom.
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