18.10.2007 10:45 |

Wiener Derby

Austria und Rapid hoffen auf gewaltfreies Derby

Nach den schweren Ausschreitungen am 4. März 2007 im Horr-Stadion hoffen Austria und Rapid am Sonntag in der Heimstätte der Violetten auf einen gewaltfreien und ausschließlich sportlich hitzigen Fußball-Nachmittag. Im bis dato letzten Lokalschlager im Horr-Stadion hatten Rapid-Fans die Exekutive in wilde Auseinandersetzungen verwickelt, der Austria-Anhang hatte durch ein auf Rapid-Goalie Helge Payer geworfenes bengalisches Feuer für Negativschlagzeilen gesorgt.

Heftige Diskussion um die Fan-Szene im Land des EURO-Veranstalters Österreich waren daraufhin entbrannt, die Liga hatte auch Maximal-Geldstrafen gegen die Violetten (50.000 Euro) und die Grün-Weißen (10.000 Euro) ausgesprochen. Auch das Derby im Horr-Stadion am 22. Oktober 2005 war von Gewalt überschattet gewesen, damals war die Stimmung zwischen den Erzrivalen vor allem aufgrund des bösen Zusammenpralls zwischen Austria-Goalie Joey Didulica und Rapid-Stürmer Axel Lawaree im Mai 2005 erhitzt gewesen.

Bewährungsprobe für die Fans
Beide Clubs sind zuversichtlich, dass sich diesmal alles in geordnetem Rahmen abspielen wird. "Ich glaube, dass die Rivalität zwischen beiden Clubs derzeit wieder in geordnete Bahnen gelangt. Auch die Sache mit Didulica und Lawaree ist längst gegessen. Ich hoffe auf ein spannendes Duell auf dem Rasen und tolle, friedliche Atmosphäre auf den Rängen. Hoffentlich zeigen sich die Leute vernünftig", meinte Austria-Manager Markus Kraetschmer, der das Match am Sonntag auch als "Bewährungsprobe für die Fans" sieht.

Jede Menge Sicherheitsvorkehrungen
Um diesmal für ein friedliches Match zu sorgen, greift man nicht nur auf altbewährte Maßnahmen zurück. Zusätzlich zur Videoüberwachung und zur Rund-um-die-Uhr-Überwachung des Stadions ab Freitag wurden weitere Vorkehrungen getroffen. So wurden für Sonntag für die Rapid-Tribüne Ost weniger Tickets aufgelegt, nämlich nur 2.300 statt 3.000. Und Rapid greift ja seit Mitte März 2007 auf die Taktik zurück, bei Auswärtspartien ausschließlich personalisierte Tickets zu verkaufen.

"Wir wissen dadurch genau, wer im Stadion ist", berichtete Andi Marek, Klub-Service-Leiter und Fan-Beauftragter der Rapidler, die am Sonntag im Horr-Stadion mit einigen zusätzlichen Fan-Stewards vertreten sein werden. Außerdem wurden die Stahlrohrbänke auf der Ost, die Rapid-Fans teilweise abmontiert und auf Polizisten geworfen hatten, vor dem Hochsicherheitsspiel stabilisiert und verschweißt. Zudem wurden zwischen beiden Vereinen Sicherheitsbesprechungen und Meetings der Fan-Verantwortlichen abgehalten.

Marek will die Ereignisse vom März im Vorfeld des 283. Derbys nicht wieder aufwärmen und gab sich stattdessen zuversichtlich: "Ein Derby ist in jeder Stadt der Welt ein gewisses Risikospiel. Aber wir freuen uns auf dieses Spiel und hoffen auf einen Rapid-Sieg."

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