"Hicke" bleibt hart

Für Scharner wird es kein Team-Comeback geben

Fußball
28.09.2007 23:58
Josef Hickersberger hat am Freitag den Hoffnungen von Paul Scharner auf ein Comeback in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft einen Riegel vorgeschoben. "Er hat seine Meinung geändert, ich nicht", meinte der Teamchef. Der England-Legionär hatte am Donnerstag auf seiner Homepage erklärt, er könne sich eine Rückkehr in die ÖFB-Auswahl vorstellen.

Scharner hatte im August 2006 nach der Heimniederlage gegen Ungarn seinen Team-Abschied erklärt. "Ich habe ihm damals gesagt: 'Entweder du bist jetzt beim Um- und Neuaufbau der Mannschaft dabei, oder du verzichtest auf die Europameisterschaft.' Er hat dann nach einer Bedenkzeit gesagt, dass er nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen will", erzählte Hickersberger.

Aufgrund dieser Vorgehensweise des Wigan-Mittelfeldspielers denkt "Hicke" nicht daran, Scharner wieder einzuberufen. "Wenn ich zu einer Entscheidung gekommen bin, dann stehe ich dazu. Ich habe schon in den letzten Wochen immer gesagt, es gibt keinen Meinungsumschwung, auch wenn die Nationalmannschaft und besonders ich derzeit in der Kritik stehen, weil wir zuletzt zwei schlechte Spiele gemacht haben", betonte der 59-Jährige.

Scharner: "Kann eine Mannschaft mitreißen"
Paul Scharner selbst ist davon überzeugt, dem ÖFB-Team helfen zu können. "Ich bin ein Antreiber-Typ und kann eine Mannschaft mitreißen", wird der Premier-League-Kicker in einer österreichischen Tageszeitung zitiert. Auch eine Rückkehr von LASK-Routinier Ivica Vastic würde der Ex-Teamspieler durchaus begrüßen. "Einzelne Spieler können keine Spiele gewinnen, aber Vastic hat unglaubliche Routine", so Scharner im Interview.

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