Bundesliga

Sturm meuchelt Rapid mit 5:1-Keule in St. Hanappi

Fußball
16.09.2007 15:04
Die Heimserie von Österreichs Fußball-Rekordmeister Rapid Wien ist am Samstagabend brutal beendet worden. Die Hütteldorfer gingen bei ihrer total verpatzten Europacup-Generalprobe vor 16.700 Zuschauern im Hanappi-Stadion gegen Sturm Graz sang- und klanglos mit einem 1:5 unter. Die Partie Linz gegen Altach endete mit 2:0, Ried und Innsbruck lieferten sich eine torlose Nullnummer, und Salzburg siegte gegen Mattersburg verdient mit 2:1.

Mario Haas leitete das peinliche Heimdebakel des bisherigen Tabellenzweiten Rapid schon in Minute eins mit seinem vierten Saisontor ein, Klaus Salmutter (28.) und Jürgen Säumel (38.) sorgten bereits in Hälfte eins für die Vorentscheidung. Den vierten Sturm-Treffer besorgte wieder Salmutter (65.), ehe Bazina noch das Ehrentor für die Grün-Weißen gelang (72.). Für den Schlusspunkt sorgte Samir Muratovic (89.).

Rapid war zuvor seit dem 20. August 2006 (1:4 gegen den GAK) in 22 Heimspielen en suite (14 Siege, 8 Niederlage/51:18 Tore) ungeschlagen geblieben. Vor allem die verletzungsbedingten Ausfälle von Katzer und Heikkinen machten sich bei der Pacult-Elf, die vor der Pause nicht eine einzig nennenswerte Chance hatte, deutlich bemerkbar. Man darf nun gespannt sein, wie sich die Rapidler nach diesem argen Dämpfer am Donnerstag im UEFA-Cup-Erstrunden-Hinspiel in Brüssel gegen RSC Anderlecht schlagen werden.

„Ich bin am Boden zerstört“, lautete der treffende Kommentar von Rapid-Goalie Payer. Für Trainer Peter Pacult war es seine erste Heimniederlage als Rapid-Coach. Die bisher höchste Bundesliga-Niederlage der Grünweißen gegen Sturm datierte aus dem Jahr 1975, als es in Graz ein 0:4 setzte.

LASK - Altach: Linzer Joker stachen in der Schlussphase
Selbst 80 Minuten Überzahl-Spiel hat RSC Altach nicht zum ersten Auswärtspunkt in der T-Mobile Fußball-Bundesliga nützen können. Der Aufsteiger aus Vorarlberg musste sich am Samstag in Linz dem LASK mit 0:2 geschlagen geben, obwohl LASK-Stürmer Christian Mayrleb bereits in der 10. Minute nach einer Tätlichkeit mit einer Roten Karten ausgeschlossen wurde.

Zwei Joker stachen für die Mannschaft von Karl Daxbacher. Der eingewechselte Christoph Saurer traf in der 82. Minute nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Mario Mijatovic, der Kroate fixierte in der 89. Minute den Endstand. Der LASK stieß mit dem vierten Heimsieg im fünften Saison-Heimspiel auf den dritten Rang vor, für die Linzer Fans gab es dabei ein kleines "deja vu". Auch am 5. August gegen Ried war der LASK früh dezimiert worden (19./Rot für Klapf), der 21-jährige Saurer schoss die Linzer aber noch zum Sieg.

Ried - Wacker Innsbruck: Nullnummer in Ried
Die SV Ried und Wacker Innsbruck haben sich am Samstagabend im Rieder Fill-Metallbau-Stadion torlos getrennt. Die Innsbrucker haben nach zuletzt 13 Auswärtsniederlagen in Folge nun immerhin die schwärzeste aller Serien beendet. Sie bleiben aber in der laufenden Saison weiterhin sieglos. Für Ried war es das erste Remis der Saison. Innsbruck erspielte in der laufenden Saison in zehn Partien bei sechs Niederlagen vier Remis, gewann von den jüngsten 29 Spielen nur eines. Die Offensive erzielte in der laufenden Saison 8 Tore.

Salzburg – Mattersburg: Verdienter 2:1-Erfolg für Meister
Meister Red Bull Salzburg hat die Länderspiel-Pause offenbar bestens genutzt. Die Mozartstädter feierten zum Start des zweiten Saisonviertels am Samstag gegen den SV Mattersburg einen verdienten 2:1-Heimerfolg. Alexander Zickler mit seinem sechsten Saisontreffer (6.) und Remo Meyer (36.) brachten eine in der ersten Spielhälfte klar überlegene Salzburg-Elf verdient in Führung, Sedloski (67.) gelang aus einem Foulelfmeter nur der Anschlusstreffer. 

Gegen den bisherigen Salzburger "Angstgegner" (zuvor letzter Sieg am 19. August 2006) zeigte Coach Giovanni Trapattoni im ersten Spiel unter dem neuen Sportdirektor Heinz Hochhauser Mut zur Offensive und bot neben den Offensiv-Flügelspielern Jezek und Ilic auch erstmals den Serben Rakic im Zwei-Mann-Sturm mit Zickler auf. Österreicher suchte man bis Minute 86, als Aufhauser für den angeschlagenen Zickler kam, hingegen erfolglos.

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