17 Tage Wartezeit

Trinkwasser-Skandal rasch aufklären!

Riesenaufregung um das verseuchte Trinkwasser in Hallstatt: Obwohl tausend Bewohner und Hunderte Gäste weder davon trinken, noch sich damit waschen dürfen, wurde der Ortschef erst 17 Tage nach Probenentnahme informiert. Der zuständige Wasser-Landesrat Anschober: „Das ist zu lange, muss geklärt werden.“

Erst Freitag Nachmittag landete bei Bürgermeister Peter Scheutz ein Fax der Landesregierung. Das Trinkwasser ist mit Darmbakterien verseucht  und ungenießbar! „Wir haben sofort alle Bürger mit E-Mails, SMS, Anrufen am Festnetz alarmiert. Die von uns nicht erreicht wurden, bekamen auf ihre Haustüren einen Zettel.“ Die Folgen: Die Verunsicherung unter den Betroffenen ist sehr groß, Leute erzählen auch von vermehrten Koliken unter den Bewohnern. Allerdings: „Ich hab´ mich gleich bei unseren Ärzten erkundigt, es gab keinen Krankheitsfall“, so Bürgermeister Scheutz.

Der Ortschef ist schwer verärgert: „Warum wurden wir erst so spät darüber informiert? Man muss doch was tun, um die Leute zu schützen!“ Gleich nach Bekanntwerden der Hiobsbotschaft herrschte in den örtlichen Lebensmittelmärkten rege Hektik bei den Kisten mit Mineralwasser. Zudem wurden die Orts-Brunnen stillgelegt: „Die Japaner können ja die Warnung nicht lesen“, erklärt der Ortschef.

Dieser veranlasste noch am selben Tag eine eigene Untersuchung. Landesrat Rudi Anschober versteht seinen Ärger: „Zweieinhalb Wochen bis zur Information sind zu lange. Das muss in Zukunft schneller gehen.“ Erst im April hatte es Alarm um das Trinkwasser gegeben: Ein Heli hatte am Flug zur Berghütte ein Fass mit 600 Liter Biodiesel am Gletscher verloren, tonnenweise musste verunreinigter Schnee entsorgt werden. Schaden: 120.000 Euro.

 

 

Foto: Hörmandinger

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