"Die Serie A wird wundervoll werden und durch die großen Mannschaften, die zuletzt gefehlt haben, auch herausfordernder und prestigeträchtiger", meinte Juventus' neuer Coach Claudio Ranieri vor dem Auftakt. Ein Alleingang von Inter, das nach dem am Grünen Tisch zugesprochenen Titel 2006 in der Vorsaison mit einer Rekordpunktezahl (97 Zähler) die 15. Meisterschaft der Club-Geschichte unter Dach und Fach brachte, dürfte ausgeschlossen sein.
Bereits am vergangenen Wochenende knöpfte die Roma den "Nerazzurri" ausgerechnet im Mailander San Siro mit einem 1:0-Erfolg im Supercup den ersten Titel ab. "Wir werden hart an uns arbeiten müssen. Die Meisterschaft startet in einer Woche und wir müssen von Anfang an Gas geben", meinte Inter-Routinier Javier Zanetti nach der Niederlage.
Nach dem "Handicap-Start" 2006 mit acht Minuszählern peilt Stadtrivale Milan in dieser Saison höhere Ziele an. Mit dem brasilianischen Ausnahme-Talent Alexandre Pato, der um 22 Mio. Euro von Internacional nach Italien wechselte, verzeichneten die "Rossoneri" den teuersten Einkauf. Der 17-Jährige darf jedoch erst ab Anfang Jänner 2008 Pflichtspiele für die Mailänder bestreiten.
Einige Verstärkungen im Rennen um den Scudetto holte auch Aufsteiger Juventus. Die Turiner verpflichteten um knapp 44 Mio. Euro das Quartett Tiago (Lyon), Vincenzo Iaquinta (Udinese), Jorge Andrade (La Coruna) und Sergio Almiron (Empoli), Zdenek Grygera (Ajax) und Hasan Salihamidzic (Bayern) kamen ablösefrei. Bei der Roma fürchtet man nur eine Verletzung von Superstar Francesco Totti, der sich nach 26 Serie-A-Toren den "Goldenen Schuh" sicherte.
Mit Spannung erwartet wird nach sechs Jahren Absenz im Oberhaus das Comeback des zweifachen Meisters SSC Napoli, der die Saison mit einem Heimspiel gegen Cagliari startet. Schon in der Serie B kamen im Schnitt 30.000 Zuschauer ins "Stadio San Paolo". Auch der dritte Aufsteiger FC Genoa bürgt für Tradition: Der 1893 gegründete Club aus der Hafenstadt, der zum Auftakt Milan empfängt, ist der älteste Verein Italiens.
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