Die rot-weiß-roten Jung-Kicker boten aber zum Turnierabschluss neuerlich eine starke Leistung und hatten bei zwei dicken Chancen durch Okotie (63.) sowie Harnik (89.) Pech. Teamchef Paul Gludovatz blieb auch im siebenten und letzten WM-Spiel seiner Philosophie treu und veränderte die Anfangsformation im Vergleich zum Semifinale an fünf Positionen. Im Tor begann diesmal Lukse, die gesperrt gewesenen Madl und Stanislaw kehrten zurück. Außerdem spielten vom Start weg wieder Junuzovic und Okotie.
Die ÖFB-Kicker hielten die Chilenen in der ersten Hälfte weitgehend in Schach und hatten selbst durch Okotie (16.), Hinum (25.) und Prödl (34.) gute Einschussmöglichkeiten. Das entscheidende Gegentor resultierte schließlich aus einer Unachtsamkeit in der Abwehr bei einer Standardsituation. Sepulveda brachte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Freistoß zur Mitte und Martinez durfte relativ ungehindert volley einschießen.
Möglichkeiten im Minutentakt
Nach dem Seitenwechsel nahmen die Österreicher das Heft in die Hand und erarbeiteten sich zunächst Möglichkeiten praktisch im Minutentakt. Die größte Chance hatte Okotie in der 63. Minute, als er per Volley die Latte traf.
Erst nach Gelb-Rot gegen Madl (68.) geriet der Spielfluss der Österreicher etwas ins Stocken, dennoch kämpften sie bis am Schluss verbissen um den Ausgleich. In der 89. Minute parierte der starke chilenische Torhüter Toselli einen Harnik-Volley auf der Torlinie.
Argentinien holt sich den Titel
Zum sechsten Mal U20-Weltmeister sind die argentinischen Fußball-Junioren. Die Südamerikaner gewannen am Sonntag in Toronto das WM-Endspiel gegen Tschechien mit 2:1 (0:0) und konnten ihren Titel damit erfolgreich verteidigen. Im National Soccer Stadium erzielten der beste Torschütze des Turniers, Sergio Aguero (62. Minute), und Mauro Zarate (82.) die Treffer für die Argentinier. Martin Fenin traf für Tschechien (60.).
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