Schüler verzweifelt

Junger Bursch warf sich vor Zug

Kurz vor Schulschluss spielte sich jetzt in Grieskirchen eine Tragödie ab. Ein 17-jähriger Schüler warf sich vor den Zug und wurde getötet. Vermutete Hintergründe: Die Probleme in Schule und im Privatleben waren ihm über den Kopf gewachsen. Schulstress ist aber kein Einzelschicksal: 36 Prozent aller Teenager sind betroffen.

Derzeit stehen die Schüler „unter Strom“: Matura- und Schluss-Prüfungen. Diese entscheiden, ob sie entspannt oder mit einem Nachzipf am 7. Juli in die Sommerferien starten.

Trotz aller Aufmunterungen von Lehrern und Eltern kommt es bei schulischem Misserfolg immer wieder zu Kurzschlusshandlungen wie in Grieskirchen. Obwohl die Gründe und Auswirkungen von Schulangst seit Jahren erforscht sind, bleibt die Zahl der Betroffenen konstant hoch: 23 Prozent der 9- bis 14-Jährigen empfinden Schule als stressig, bei den über 14-Jährigen sind es gar 36 Prozent. Dabei sind Mädchen häufiger betroffen, weil sie ehrgeiziger sind.

Bei jedem 4. Kind werden dadurch öfter als „normal“ Bauch- und Kopfschmerzen ausgelöst, es kommt zu Schlafstörungen oder gar zu totaler Schulverweigerung. Auch depressive Verstimmungen oder gar Suchtverhalten gestehen 42 Prozent der über 15-Jährigen ein.

Schulexperten am „Krone“-Zeugnistelefon
Das Zeugnis steht vor der Tür. Droht ein Fünfer, gar ein Nachzipf? Gibt es Probleme mit einem Lehrer? Oder brauchen Sie rechtlichen Rat? Wenn Sie Sorgen rund um die Schule, Fragen zur Notengebung oder einfach ein Anliegen haben, rufen Sie an: am Mittwoch, 13. Juni, von 11 bis 12 Uhr,  0 732/78 08, Klappe 443 oder 444. Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer und sein Expertenteam stehen am „Krone“-Zeugnistelefon Rede und Antwort.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 10. Mai 2021
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