Temelín-Streit

Tschechen kündigen Gegenblockade an

Diese „Mitstreiter“ wollen die Temelín-Befürworter selbst nicht: Eine tschechisch-nationalistische Splittergruppe kündigt „Gegenblockaden“ an der Grenze an, bei denen sie „nur Österreicher“ anhalten will. Mit Vergleichen mit der Donaumonarchie versuchen die Rechtsradikalen dabei, Hass auf Österreich zu schüren.

„Diese Leute sind keine Temelín-Befürworter aus der Region, sondern in ganz Tschechien verstreute Radikale, die halbstarke Sprüche klopfen“, nimmt Roland Egger, Sprecher von „atomstopp oberösterreich“, die Ankündigungen nicht ernst, sieht aber allgemein eine Verrohung des Klimas in Tschechien: „Der Außenminister hat uns Atomgegner ,Trottel´ genannt.“

Dafür stimmt die Chemie mit dem Land Oberösterreich wieder, seit LH Josef Pühringer klargestellt hat, dass von der Anti-Atom-Linie nicht abgewichen wird und er von Tschechien verlangt, die Mängel im Melker Prozess anzuerkennen - andernfalls müsse Völkerrechtsklage erhoben werden. „Die Antwort Tschechiens können wir gemeinsam mit dem LH abwarten, weil wir für die nächsten vier Wochen ohnehin keine Grenzblockaden planen“, so Egger: „Wenn bis dahin nichts in Bewegung kommt, werden wir aber sicher nicht untätig bleiben.“

 

 

 

Foto: Chris Koller

Mittwoch, 23. Juni 2021
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