Dummer Streich

Ein Tau verhinderte Schiffsunglück auf Donau

Gefährlicher „Streich“ an der Schiffslände vor dem Linzer Donaupark: Saboteure lösten drei Stahlseile, mit denen die „Anton Bruckner“ und die „Johanna“ am Ufer festgemacht sind - das vierte konnten sie zum Glück nicht mehr über den Poller ziehen. Die Ausflugsschiffe wären sonst abgetrieben, gegen die Eisenbahnbrücke gekracht!

Wie schon vor zwei Jahren am Pfingstsonntag hatten nun während der Osterfeiertage gefährliche Saboteure bei der Schiffsanlegestelle vor dem Lentos zugeschlagen. Dort sind für Reinigungsarbeiten vor dem Saisonstart seit einer Woche die „Anton Bruckner“ und die „Johanna“ nebeneinander am Ufer vertäut. Unbemerkt hoben Vandalen drei der vier Stahlseile von den Pollern - das letzte Stahlseil konnten sie wegen des starken Zuges nicht mehr lösen. Zum Glück konnten sich die beiden Ausflugsschiffe für je 600 Passagiere aber nicht in die Strömung drehen, sonst hätte das letzte Seil reißen können, die Schiffe wären Richtung Eisenbahnbrücke getrieben.

„Die Vandalen müssen zuvor auch an Bord der Ausflugsschiffe gewesen sein, haben Anker gelöst und versucht, Fensterscheiben einzuschlagen“, berichtet Anna Rieß, Büroleiterin von Wurm & Köck in Linz. Weil es an der Schiffslände häufig zu Vandalenakten kommt, soll die Polizei nun verstärkt präsent sein.

 

 

 

Foto: Johann Haginger

Montag, 14. Juni 2021
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