Unter den 13 Personen, die neben der Stadionordnung auch gegen das Strafrecht verstoßen haben, sind zwölf Österreicher und ein Deutscher zu finden. Die Suche nach jenem Austria-Fan, der Rapid-Goalie Helge Payer in der ersten Hälfte mit einem bengalischen Feuer beworfen hatte, gestaltet sich jedoch schwierig. Auf Grund der starken Rauchentwicklung zum "Tatzeitpunkt" haben die Videobilder bisher keine brauchbaren Hinweise liefern können.
Der Senat 1 der Bundesliga wird sich am Montag mit den Vorfällen befassen. Neben dem "Feuerwurf" hatten sich Rapid-Anhänger auf der Gästetribüne heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die Fans hatten zuerst Fahnen, dann auch Bänke des Gästesektors in Richtung der Beamten geworfen, worauf die Polizisten in den Sektor gestürmt waren.
Ein Beamter der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) hat dabei laut Polizei einen Nasenbeinbruch erlitten, nachdem ihn Gewalttäter mit Fußtritten attackiert hatten. Nach der Pause war es dann zu weiteren Ausschreitungen der Rapid-Fans gekommen. Nach dem Spiel waren Anhänger beider Teams am Verteilerkreis aufeinander getroffen und hatten unter anderem Leuchtkörper auf die jeweils andere Gruppe geschossen.
Foto: Gerhard Gradwohl
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