Kampf um Westring

Einfordern, was uns zusteht!

„Wir werden mit allem Nachdruck einfordern, was uns zusteht“, kämpfen Landeshauptmann Josef Pühringer (VP) und Bürgermeister Franz Dobusch (SP) jetzt Seite an Seite bei Verkehrsminister Werner Faymann (SP) um den Linzer Westring: „Baubeginn muss 2009 sein - aus, Amen, Basta“, sagt der Schwarze. Und der Rote: „Was anderes können wir uns gemeinsam nicht gefallen lassen!“

Land und Stadt haben dem Bund nur einen Kompromiss angeboten, das 600-Millionen-Euro-Projekt zu halbieren: Erst nur die Donaubrücke und den A 26-Westtunnel zu bauen, den weniger wichtigen Nordring zum Urfahraner A 7-Anschluss aber erst später folgen zu lassen. „300 Millionen auf fünf Jahre verteilt und auf 25 Jahre finanziert, wird sich die Asfinag wohl leisten können“, kalkuliert Dobusch. Die unterschriebene Vertragsklausel, dass die Stadtumfahrung nach Maßgabe der Finanzierbarkeit gebaut werde, lassen Bürgermeister und Landeshauptmann nicht gelten: Eine Standardfloskel, die aber die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieses Umweltprojektes nicht in Frage stelle.

Die Asfinag dürfe weder mit einer Sondermaut, noch mit Stadt- und Landeszuschüssen rechnen, obwohl Linz zum A 7-Bindermichltunnel 16 Millionen Euro dazugezahlt hat und zum A 7-Uni-Anschluss drei Millionen beisteuern wird: „Nirgendwo sonst müssen Städte und ihre Pendler für Autobahnen extra zahlen“, poltert Dobusch. Und Pühringer sagt sauer, dass auch die Brückenplanung auf Landeskosten gegangen sei: „Wir können mit gutem Recht schön scharf Gas geben!“

Man werde auf Vertragstreue, politische Verlässlichkeit und Kontinuität pochen: „Die A 26 ist parlamentarisch verordnet, hat also eine Geburtsurkunde und wird nicht mehr in Frage gestellt“, sagt Pühringer. Dobusch will auf Faymann innerparteilichen Druck machen: „Es ist ja nicht einzusehen, dass wir mit jedem Minister immer bei Null beginnen müssen.“

 

 

 

Foto: Asfinag

Dienstag, 15. Juni 2021
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