Linzer Fondsmanager

"Wir greifen Bitcoins nicht an"

9,4 Milliarden Euro - für die meisten unvorstellbar hoch ist der Geldbetrag, der von der in Linz ansässigen 3-Banken-Generali Investment Gesellschaft mittlerweile verwaltet wird. Die Nachfrage nach Aktien und Anleihen ist ungebrochen groß. "Wir haben das beste Jahr unserer Geschichte", sagt Geschäftsführer Alois Wögerbauer.

"Krone":Herr Wögerbauer, der Geldbetrag, den die 3-Banken-Generali verwaltet, stieg allein heuer um rund eine Milliarde Euro. Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Alois Wögerbauer: Wir beschäftigen derzeit 50 Mitarbeiter, die meisten davon in Linz. Wir suchen aber zusätzliche Leute, vor allem im Bereich Recht und Compliance - in diesem Segment ist viel zu tun.

"Krone":Um Krypto-Währungen wie Bitcoin gab es einen enormen Hype. Wie stehen Sie dazu?
Wögerbauer: Für uns ist Bitcoin keine alternative Geldanlage. Wir greifen sie nicht an, beobachten es aber natürlich.

"Krone":Warum raten Sie ab?
Wögerbauer: Es ist nicht kalkulierbar, hat alle Anzeichen einer Blase. Ich glaube, Bitcoin ist als Zahlungsmittel, das sich durchsetzt, gescheitert, da es zu stark schwankt.

"Krone":Wird’s Alternativen geben?
Wögerbauer: Eine globale Internetwährung wäre nicht dumm. Ich glaube, dass es in zehn Jahren eine anerkannte Währung im Internet gibt.

"Krone":Gibt es Trends im Geldanlage-Bereich?
Wögerbauer: Es geht mittlerweile alles in die Aktien-Welt, in der es eine Renaissance der Einfachheit gibt. Der Kunde weiß, wo er finanziert ist.

"Krone":Ihr Fazit zum Jahr 2017?
Wögerbauer: Der Einfluss der Politik auf die Wirtschaft und die Börse wird überschätzt. Die richtigen Mitarbeiter zu finden und die Digitalisierung, das sind die Themen, die die Firmen beschäftigen. Trump bereitet keinem schlaflose Nächte.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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