"Frau sein in OÖ"

Ein bisschen pink muss sein

Vor 27 Jahren wurde Gudrun Leitner zur besten Friseurin der Welt gewählt. Seither hat sie aus sich selbst eine Marke gemacht - mit Mut zur Farbe. Aus unserer "Krone"-Serie "Frau sein in Oberösterreich".

Sie hat auf einem der Sessel Platz genommen, auf dem sonst ihre Kunden sitzen. Zur blauen Jeans trägt sie einen rosa Pulli, den dazu passenden Lippenstift, der perfekt mit ihrem bunten Haarschopf harmoniert. Violett, rosa, ein orangener Farbton - wer Gudrun Leitner trifft, taucht in eine Welt der Farben ein. "Mit 25 war mein ganzer Kopf rosa", erzählt jene Frau, die in Haid das Geschäft führt, das ihre Großeltern gegründet haben.

Sie wollte Anwältin werden
Leitner hat aus sich selbst eine Marke gemacht. Als sie 14 war, wollte sie Jus studieren. "Ich wollte Anwältin werden, aber nur die Unschuldigen verteidigen - das geht aber nicht", sagt sie heute. Stattdessen folgte sie den Spuren ihrer Mama, schlug die Friseur-Laufbahn ein. Mit 21 wurde sie Weltmeisterin. In Rotterdam räumte sie damals den Titel ab, reiste neben der Arbeit im Salon noch im Ausland zu Shows und Trainings. Ihre auffallende, farbenfrohe Frisur hat ihr damals viel Aufmerksamkeit beschert.

Heute tragen ihre Mitarbeiter zum Teil eine ähnliche Farbkombi am Kopf. Auch Kunden wünschen sich die Frisur in Rosa-Tönen, die niemanden mehr aufregt. "Im Prinzip kann man jetzt alles machen", sagt die 48-Jährige, die Mutter eines achtjährigen Sohnes ist. Zum 17-köpfigen Team des Friseursalons gehören sechs Lehrlinge. Die Ausbildung ist ihr enorm wichtig: "Ich will ja gesichert wissen, wer mir die Haare einmal macht." Was eine gute Frisur auszeichnet? "Sie muss so sein, dass sie die Kundin auch daheim schafft."

STECKBRIEF GUDRUN LEITNER
Am liebsten bin ich:
Ich.
Welche drei Dinge habe ich immer bei mir, wenn ich unterwegs bin?
Meine Handtasche, in der ich immer einen Lippenstift in Pink und ein Familienfoto habe.
Wenn ich einen Tag in meinem Leben wiederholen könnte, welcher wäre das?
Der Moment, als ich meinen Sohn zum ersten Mal in meinen Armen hielt, und der Tag der Weltmeiterschafts-Siegerehrung.
Mein Ansporn:
Das Beste kommt noch.
Der Rat, den ich meinem 18-jährigen Ich geben würde:
Geh’ deinen Weg.
Wovor fürchte ich mich?
Vor Spinnen und Spinnern.
Wen bewundere ich?
Alle, die nach einer Niederlage wieder aufstehen und weitermachen.
Was macht mich wirklich glücklich?
Meine Familie und Schokolade.
Welche Eigenschaften schätze ich an anderen Menschen?
Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Humor.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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