15.12.2017 13:43 |

Prügelei artete aus

Von U6 erfasst: 20-Jähriger außer Lebensgefahr

Jener 20-Jährige, der am Mittwochabend gemeinsam mit zwei weiteren jungen Männern im Zuge einer Schlägerei vor eine U-Bahn der Wiener Linie U6 gestürzt und schwerst verletzt worden war, befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Das Trio war auf die Gleise gefallen, Augenblicke danach fuhr eine U6-Garnitur ein. Die Fahrerin führte noch eine Notbremsung durch, dennoch wurden die drei Männer erfasst.

Die beiden anderen - ein weiterer 20-Jähriger sowie ein 21 Jahre alter Mann - erlitten ebenfalls Verletzungen, diese waren allerdings nicht lebensgefährlich. Sie sollen am Samstag zu den Hintergründen der Schlägerei einvernommen werden, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Auch das Videomaterial aus der Überwachungskamera in der U6-Station Thaliastraße in Neubau wird nun ausgewertet.

Die drei Somalier waren am Mittwoch gegen 23.30 Uhr am Bahnsteig der U6-Station in Streit geraten. Es folgte eine heftige Prügelei, die drei Männer stürzten im Zuge des Gerangels auf die Gleise. In diesem Moment fuhr ein Zug in Fahrtrichtung Siebenhirten in die Station ein. "Die Fahrerin hat beim Einfahren das Gerangel am Bahnsteig gesehen und sofort eine Notbremsung eingeleitet. Doch die Männer sind unmittelbar vor dem Zug reingefallen, ein Zusammenstoß konnte nicht mehr verhindert werden", sagte Michael Unger, Sprecher der Wiener Linien.

Fahrgäste leisteten umgehend Erste Hilfe
Der 20-Jährige wurde direkt erfasst, er geriet unter den Zug. Wartende Fahrgäste leisteten sofort Erste Hilfe, zogen den Mann heraus und hoben ihn zur weiteren Versorgung auf den Bahnsteig. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war er bewusstlos. Die Wiener Berufsrettung brachte ihn mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus.

Seine beiden Kontrahenten wurden ebenfalls von der Garnitur erfasst und verletzt. Der 20-Jährige zog sich Quetschungen im Beinbereich, der 21-Jährige Prellungen und eine leichte Kopfverletzung zu. Ein 14-jähriges Mädchen, das den Vorfall mitansehen musste, erlitt eine Panikattacke.

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