In Bad Kreuzen:

Wolf könnte laut Gentest auch Mischling sein

Oberösterreich
01.12.2017 15:51

Vor einer Woche schnappte sich - wie berichtet - ein Wolf in Bad Kreuzen einen Gockelhahn. Am Freitag bekam der Wolf- und Bärenanwalt Georg Rauer die Auswertung der an zurückgebliebenen Federn gefundenen DNA. Doch das Gutachten ist nicht eindeutig.

"Krone": Das Gutachten ist da, bestätigt es den Verdacht, dass es ein Wolf war?
Georg Rauer: Leider nicht. Es wurde ein sogenannter Haplotyp nachgewiesen, der bei Hund und auch Wolf vorkommt. Es könnte ein Mischling sein.

"Krone": Wie geht’s jetzt weiter?
Rauer: Es gibt weitere Untersuchungen und wir warten auf Vergleichsdaten aus Bayern, wo bekanntlich sechs Wölfe ausgebrochen sind und zwei noch fehlen. Dann können wir dies ausschließen oder eben zuordnen.

"Krone": Da der Wolf so dick und Menschen offenbar gewohnt ist, gibt’s noch eine Option.
Rauer: Dass es ein Mischling ist, der als Haustier gehalten wurde und ausgekommen ist. Das würde auch erklären, warum er so gut beieinander ist, obwohl auch das Winterfell aufträgt.

"Krone": Ist der Bad Zeller Wolf inzwischen ein weiteres Mal in Erscheinung getreten?
Rauer: Bei mir sind jedenfalls keine neuen Meldungen eingelangt, auch sonst  wurde derzeit in Oberösterreich keine Sichtung angezeigt.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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