02.10.2017 19:04 |

Drei Klagen

12 Altenheime im Visier der Gewerkschaft

Die zwölf Seniorenheime der AHA-Gruppe sind ins Visier der Gewerkschaft geraten. Dabei geht es um kurzfristig geänderte Dienstpläne, ungewollte Minusstunden der Mitarbeiter und um Betriebsräte. Es gibt bereits drei Klagen. Die Geschäftsführung wehrt sich aber gegen die Vorwürfe und will ebenfalls klagen.

"In den Heimen werden keine Betriebsratswahlen zugelassen. Die Kandidaten wurden eingeschüchtert, es wurde Angst geschürt", erklärt Gewerkschafterin Jutta Brandhuber. Zudem sollen Dienstpläne oft kurzerhand geändert und Mitarbeiter nach Hause geschickt worden sein. Die dadurch entstandenen Minusstunden sollen im Nachhinein durch Urlaub oder Zeitausgleich ausgeglichen worden sein.

Gewerkschafter Valid Hanuna: "Das ist untragbar! Personal muss nach genehmigten und nicht nach belegten Betten anwesend sein." Drei Klagen wurden bereits eingebracht. Landeschef Hermann Lipitsch: "Es geht um die Anfechtung der Kündigung von Betriebsräten sowie um die Arbeitszeitproblematik."

"Diese Vorwürfe sind völlig haltlos, wir können uns das gar nicht leisten. Es widerspricht dem, was in unseren Häusern gelebt wird. Wir werden rechtliche Schritte unternehmen", so Christian Polessnig, seit wenigen Wochen AHA-Geschäftsführer.

Landesvize Beate Prettner: "Ich werde die Betreiber zu einem Gespräch laden."

In den zwölf privaten Heimen werden knapp 900 Senioren von rund 600 Mitarbeitern betreut.

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