Zu hohe Kosten

Rechnungshof rüffelte Rekorddefizit des UKH

Aua! Der Bundesrechnungshof hat das neue Linzer UKH unter die Lupe genommen und mit der benachbarten AKH-Unfallchirurgie verglichen: Das UKH hat eine schlechtere Auslastung und ist dafür wesentlich teurer. Die Zusammenarbeit ist gering, nicht einmal eine gemeinsame Küche klappte.

Der AUVA-Landesvorsitzende Erhard Prugger beklagt, dass die Freizeitunfälle gegenüber den Arbeitsunfällen so stark zunehmen würden, dass die Wirtschaft eigentlich das falsche Spital finanziere. Und weil die Kassen zu wenig für die Patienten zahlen würden, müsse das UKH zum zweiten Mal hintereinander dreißig Millionen Euro Abgang schreiben.

Zum Vergleich: Die elf Landesspitäler hatten im Vorjahr 76 Millionen Euro Defizit - gemeinsam.

Der Rechnungshof stellte dem UKH jedenfalls kein gutes Zeugnis aus: 2005 betrug die Bettenauslastung 71 Prozent, in der AKH-Unfallchirurgie waren es dagegen 95 Prozent. Im UKH wurden 2005 6405 Patienten stationär betreut, in der AKH-Unfallabteilung 6022. Das UKH hatte 41.148 ambulante Unfallpatienten, das AKH 29.683. Beim UKH gibt es wesentlich mehr Fachärzte. Das ist zwar gut für die Patienten, kommt aber teurer. Der Rechnungshof: „Das UKH erbrachte seine Leistungen zu wesentlich höheren Kosten als die Unfallchirurgie des AKH.“

 

 

Foto: Chris Koller

Dienstag, 11. Mai 2021
Wetter Symbol