So, 19. August 2018

Verirrte Projektile

31.08.2017 00:01

Schüsse trafen beinahe Nachbarn

Ein feuchtfröhliches Übungsschießen auf einem Privatgrundstück in Neuhofen/Krems hätte für drei rund 600 Meter entfernt im Freien sitzende Nachbarn am Samstag beinahe fatal geendet. Zwei Projektile schlugen knapp neben ihnen ein. Die Polizei ermittelt gegen drei Schützen, zwei davon sollen Jagdkarten besitzen.

"Ich bin auf der Gartenbank der Familie Gallistl gesessen, als es geknallt und über mir etwas im Dach eingeschlagen hat", sagt Harald Kufner (65). Zuerst sei ein Steinwurf vermutet worden, doch als er fünf Minuten später wieder einen Knall hörte, an ihnen etwas vorbeizischte und im Rasen neben Maria Gallistl einschlug, war er sicher: Das sind Schüsse. "Wir haben die Polizei angerufen, doch die ist erst nach 25 Minuten gekommen", ärgert sich Kufner.

Zielübungen
Die Ermittlungen ergaben, dass rund 600 Meter entfernt auf einem tiefer gelegenen Grundstück offenbar eine Jagdgesellschaft Zielübungen veranstaltet habe. Kufner - selbst Schütze -  ärgert sich, dass nur ein unzureichender Kugelfang aufgebaut worden sei. "Wir hätten tot sein können, der Platz dort ist für Schießübungen ungeeignet." In der Dachrinne der Nachbarn fand er ein Projektil, das er zur Polizei brachte, die jetzt gegen drei der Männer ermittelt.
"Sollten die Vorwürfe stimmen, folgt auch ein Verfahren zum Entzug der Jagdkarten", betont Christopher Böck vom Landesjagdverband.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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